﻿SPINDLER & HOYER • GÖTTINGEN.
von Wachs geschehen. Angenehmer und vollkommener ist jedoch das zuerst von M.
Meyer angewendete Verfahren mit einer Schraube, wie sie nebenstehende Figur zeigt. Schraubt man dieselbe tiefer in die Gabel hinein, so wird diese verkürzt und der Ton höher ; umgekehrt, wenn man sie herausschraubt. Damit die Schraube aber stets fest sitjt und beim Schwingen der Gabel nicht schlottern oder sich gar verschieben kann, sdilug Mechaniker Marx folgenden Weg ein: Die Schraube wird der Länge nadi durdibohrt und in ihrem unteren Teile gespaltet, ln ihr sitjt eine zweite Schraube, die unten konisch verdickt ist. Schraubt man diese nach oben, so drückt der Konus die beiden Hälften der ersten Schraube nach äugen und presst sie in die Windungen der Gabel fest hinein, sodag ein Schlottern ausgeschlossen ist.
Die Schraube bietet im Gegensag zum Verfahren mit Wachs vor allem den Vorteil, dag man die einzelnen Stellungen ablesen und dadurch mit genau bestimmten Tondifferenzen arbeiten kann. Die Trommel der Schraube ist zu diesem Zwecke mit einer Einteilung versehen ; bei den verschiedenen Lagen innerhalb einer Umdrehung fallen verschiedene Striche dieser Einteilung mit der Kante des festen in der Figur zu sehenden Zeigers zusammen. Um ferner die ganzen Umdrehungen zählen zu können, ist auch der Zeiger mit einer Einteilung versehen; jedem Teilstrich derselben entspridit ein Schraubengang. Mittels dieser zwei (willkürlichen) Skalen lägt sidi also jeder Ton genau und leidit wiederherstellen.
Die Eichung solcher Gabeln bezieht sich auf jene Stellung der Schraube, in weldier sie auf die mit 0 bezeichneten Teilstriche eingestellt ist. Sie lägt sich von dieser Stellung aus ungefähr gleidi weit nach oben und nach unten schieben.
Auf Wunsch wird jede Gabel, die eingesendet wird, mit dieser Schraubeneinrichtung versehen. Der Preis bezieht sidi auf die Schraube ohne Gabel.
Durch diese Schraubeneinrichtung erhöht sich der Preis jeder Gabel um Mit. 15.—
No. 130. Normal-a, 435 Schwingungen. Die Gabel ist auf '/* Schwingung genau geeicht. Damit sie die Stimmung ganz genau beibehält, ist es ratsam, sie nicht mit dem Bogen anzustreichen, da das anhaftende Kolophonium die Stimmung ändern könnte; aus demselben Grunde soll sie nicht mit Wachs beklebt werden, da auch wenn man es wieder sorgfältig entfernt, doch Teilchen zurüdcbleiben.
a)	Blog die Gabel, Saitenlänge 14 cm.
Preis Mit. 20.—
b)	Gabel auf Resonanzkasten
Preis Mk. 30.—
No. 131. Oberton-Serie nach Stumpf von 16 Stimmgabeln mit (len Schwingungszahlen 50, 100, 150, 200 usw. bis 800, (vergi. c. stumpf und K. L. Schaefer, Tontabellen, Beiträge zur Akust. u. Musikwiss., 3. Heft, S. 140, Mitte und Fugnote.) Die Serie enthält eine grögere Anzahl harmonischer Töne zu den tiefsten Gabeltönen und damit auch die widitigsten natürlichen Intervalle. Es sind absichtlidi Töne mit einfachen Schwingungszahlen gewählt und nicht, wie es gewöhnlich geschieht, musikalisch ausgezeichnete Töne. Es lägt sidi nämlich dadurch
81