﻿SPINDLER & HOYER • GÖTTINGEN.
nungen schwingen können, wie es bei der Mundharmonika der Fall ist, so erhält man wegen der Kleinheit der Zungen einen wenig umfangreichen Apparat, der doch eine relativ große Anzahl von Tönen geben kann, die sich außerdem durch große Konstanz auszeichnen. Appunn hat nach diesem Prinzip und durch eine geschickte Blaseeinrichtung sehr brauchbare Apparate gebaut: einen Obertonapparat und verschiedene Tonmesser; und nach dem Muster dieser Apparate sind auch der Dreiklang- und der Intervallapparat nach Stumpf No. 154 u. No. 155 angefertigt. Die genauere Einrichtung der Apparate ist folgende : Über die horizontale Grundplatte, in deren Oeff-nungen die Zungen schwingen, ist ein Kasten geseßt, dessen Seitenwände durdi einen Balg gebildet sind, so daß sich der Kasten in vertikaler Richtung ausziehen läßt. In diesen wird nun von unten her durch einen hohlen Zapfen, welcher in die Grundplatte eingeseßt ist, Luft gepreßt, indem man den Apparat auf einen Blasetisch seßt, dessen Ventil der Grösse des Zapfens entspricht. Eine gewisse Regulierung des Luftdruckes wird durch das Ventil erreidit, welches sich in dem Maße senkt, als sich der obere Windkasten füllt, wodurch ein zu starkes Eindringen der Luft verhindert wird. (Das Schema soll nur das Prinzip des Apparates andeuten, und gibt die Einrichtung nicht ganz genau wieder.) Die Oeffnungen, in welchen die Zungen schwingen, sind auf der unteren Seite durch Schieber verschlossen, welche mit Knöpfen in Verbindung stehen, die auf der vorderen Außenseite des Apparates zu sehen sind. Zieht man einen solchen Knopf heraus, so wird der Schieber unter der Oeffnung weggezogen, und die bis dahin im Kasten eingesperrte Luft strömt durch diese Öffnung aus und seßt dabei die betreffende Zunge in Schwingung.
Der Obertonapparat enthält entsprediend der Stimmgabelserie No. 131 16 Zungen mit den Schwingungszahlen 50, 100, 150, 200 usw. bis 800.
Preis Mk. 125.—
No. 151. Obertonapparat nach Appunn mit 8 Zungen mit den Schwingungszahlen 100, 200 usw. bis 800, entsprechend der Stimmgabelserie No. 132.
Preis Mk. 75.—
No. 152. Tonmesser nach Appunn mit 65 Zungen von c1=256 bis C2—512, je 2 aufeinanderfolgende Zungen unterscheiden sich um 2 Schwingungen. Der Apparat ist wie der eben beschriebene Obertonapparat No. 150 gebaut. Weil die Zungen die Stimmung sehr gut halten, eignet sich der Apparat eben als Tonmesser, d. h. zur Bestimmung der Schwingungszahlen anderer Töne und zur Eichung von Tonquellen.
Preis Mk. 420.—
No. 153. Tonmesser nach Appunn mit 65 Zungen von c2=512 bis c3=1024, je 2 aufeinanderfolgende Zungen unterscheiden sich um 4 Schwingungen.
Preis Mk. 420.—
Anm. 1. Über das kleine und sehr handliche Reisentouometer nach v. Hornhostel siehe den Nachtrag.
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