﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
genommen, und die übermäßige Quarte, diese als große Terz der großen Sekunde gedacht (45:32, 5621/2), nicht wie sie meist als Glied der chromatischen Leiter verzeichnet wird, =26/24X4/3> weil sie in ersterer Stimmung den Übergang zur Dominante bildet und darum dem Gehör am nächsten liegt.“ Endlich sind neben dem Grundton (400), und der Oktave (800) die natürliche große Sekunde (9:8, 450) und die natürliche große Septime (15:8, 750) enthalten.
Der Apparat „hat den Zweck, durch eine möglichst geringe Anzahl von Stufen, die eine leichte Übersicht und Vereinigung in einem handlichen Apparat gestatten, dodi alles Wesentliche der Intervallenlehre zur Anschauung zu bringen: die sehr merkliche Versdiiedenheit der Wirkung natürlicher gegenüber pythago-raeischen und temperierten Konsonanzen, die nicht minder merkliche von enhar-monisch verschiedenen Intervallen (des —a gegenüber cis—a ist ein völliger Mißklang) auch den Untersdned der verschiedenen kleinen Septimen (die sog. natürliche Septime mit dem Durdreiklange verbunden = 4:5:6:7, wirkt physisch ohne Frage angenehmer als die musikalische), und den Unterschied im Wohlklang der großen und kleinen Sexte bei so obertonreichen Klängen (die kleine nähert sich hier, wenn die Töne zusammen gegeben werden, in der Tat, wie Helm hol ß lehrt, den Übelklängen). Daß der Molldreiklang auf der zweiten Stufe unrein ist (weil die große Sexte mit der großen Sekunde keine reine Quinte bildet — eines der Motive zur Temperatur), wird selbst einem wenig musikalischen Ohr sofort deutlich: dieser Dreiklang ist un-temperiert ein entschiedener Mißklang.“
Den bisher erwähnten 21 Zungen sind noch 6 Ergänzungszungen mit den Sdiwingungszahlen 800,5, 801, 802, 803, 805 und 810 hinzugefügt, um die verschiedene Unterschiedsempfindlidikeit der einzelnen Intervalle demonstrieren zu können. Bei der Oktave kann man z, B. schon eine Verstimmung von einer halben Schwingung (400—800,5) merken, bei der natürlichen großen Terz (640 — 800) wird eine größere Verstimmung nötig sein. Der Ton 810 ist auch deshalb von Wert, weil er mit dem Ton 800 das Verhältnis eines Kommas (80:81) darstellt.
Anm: Es ist von größter Bedeutung, dieselben Untersuchungen an obertonärmeren und obertonreicheren Tonquellen anzustellen. Aus diesem Grunde sind die Serien von Stimmgabeln No. 131 bis 134 genau auf dieselben Töne abgestimmt wie die Zungenapparate No. 150, 151, 154 und 155. Die gleidien Töne und Intervalle lassen sich aber auch, wenigstens zum Teil, mit der Doppelpfeife No. 144 und mit dem Tonvariator No. 166 erzeugen, so daß sich mit Hilfe der von uns gelieferten Apparate tatsädilich dieselben Untersuchungen an sehr verschieden obertonreichen Tonquellen anstellen lassen.
Preis Mk. 175.—
No. 156. Satz von 7röhrenförinigen Resonatoren, welche auf die 7 Obertöne des Tones 100 resouiereu. Die nähere Beschreibung ist bei No. 148 gegeben.
Preis Mk. 35.—
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