﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
oder weniger tief in das äußere hineinsteckt, bilden beide Rohre zusammen einen verschieden großen Resonanzraum; man kann denselben Resonator auf alle Töne innerhalb eines gewissen Bereiches abstimmen. Da nun die höchsten Töne des einen Resonators mit den tiefsten des nächstkleineren übereinstimmen, so bilden die 14 Resonatoren tatsächlich eine „kontinuierliche“ Reihe, und zwar lassen sich zu allen Tönen von 50 bis etwa 1200 Schwingungen die entsprechenden Resonanzräume her-stellen. — Das äußere und innere Rohr passen sehr genau aufeinander. Das legtere ist mit einer Millimeter-Teilung versehen, damit man die einzelnen Stellungen fixieren und eventuell eichen kann.
Preis Mk. 350.—
No. 163. Kontinuierliche Resonatorenreihe nach Schaefer. Diese Reihe besteht bloß aus 4 Resonatoren, für alle Töne von A bis c3. Das innere Rohr hat nicht einen halbkugelförmigen Boden, sondern ist so gebaut wie der in No. 148 abgebildete Resonator. Es ist ferner wie beim vorigen Apparat mit einer Millimeterskala versehen, die für die Töne der 12stufigen Leiter geeicht ist. Die Eichung bezieht sich auf a’ = 435, 18° C und gilt genau, wenn der Resonator bei o — vergl. die Figur zu No. 148 — durch einen der beigegebenen Gummipfropfen verstopft ist bez. wenn die Öffnung in das Ohr gehalten wird.
Die Resonatoren werden in einem Etui geliefert.	Preis Mk. 125.—
Z N R
No. 164. Yokalröhre, zur Demonstration der Entstehung der Vokale. Sie besteht aus einer Zungenpfeife Z, über welche ein Resonanzrohr R gesteckt ist, das sich verschieden weit über das Pfeifenrohr hinausschieben lägt. Dadurch entsteht vor der Pfeife ein variierbarer Resonanzraum, der je nach seiner Größe verschiedene Obertöne des Zungenklanges verstärkt und damit dessen Klangfarbe ändert. Es lassen sich tatsächlich einige den Vokalen ähnliche Klänge erzielen. Die Pfeife wird bei o mit dem Munde angeblasen.
Preis Mk. 10 —
No. 165. Flasclien-Orgel. Von allen Tonquellen dürften wohl die kugelförmigen Glasflaschen den weichsten, obertonärmsten Klang geben. Daher wurde im psychologischen Institute zu Berlin aus einer größeren Anzahl solcher Flaschen eine Orgel zusammengeseßt, welche außer dem eben besprochenen Vorzug natürlich noch diesen besißt, dag man jeden der vorhandenen Töne, wie auch Akkorde, Melodien usw. in sehr bequemer Weise erzeugen kann, nämlich einfach durch Niederdrücken der betreffenden Tasten des Manuals. Die nachstehende Figur gibt eine Ansicht des Instrumentes: sie zeigt das Gestell, in welchem die Flaschen aufgehängt und die Anblasevorrichtungen befestigt sind. Die Anzahl der Flaschen beträgt 54, sie sind auf die Töne der temperierten chromatischen Tonleiter von C bis fs abgestimmt. umfassen also die 5 wichtigsten Oktaven. Die Anblasevorrichtung ist ähnlich gebaut wie der Blasetisch No. 167; sie besteht aus Blasebalg und Windlade. Von dem mit der Windlade in Verbindung stehenden Hohlraum H — vergl. das
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