﻿SPINDLER & HOYER - GÖTTINGEN.
Schema zu No. 167 — führen ebensoviele Ventile nach äugen, als Flaschen vorhanden sind, und die Schieber, welche die Luft durch das Ventil austreten lassen bezw. absperren, stehen mit den Tasten der Klaviatur in Verbindung und werden durch Niederdrücken der Tasten geöffnet. Von jedem der Ventile führt sodann ein gesondertes Rohr zu der zugehörigen Flasdie.
Um den Blasebalg auch für andere Instrumente nugbar zu machen, ist ein Ventil für Tonmesser, Pfeifen etc. hinzugefügt. Ferner führen von der Windlade Röhren
zu den 4 kleinen Ventilen, die in der Figur unter der zweiten Flaschenreihe zu sehen sind. Diese dienen zum Ansegen von Schläuchen, um Sirenen, das Galtonpfeifchen u. dgl. anblasen zu können. — Die Orgel ersegt also durch ihre Anblasevorrichtung den Blasetisch.
Die Flaschen haben freilidi gegenüber Zungen und Stimmgabeln einen Naditeil; sie verstimmen sich von Zeit zu Zeit, da sie mit der Temperatur ihren Hohlraum ändern, und da auch die Luft bei verschiedener Temperatur und Dichte in anderen Schwingungszustand gerät. Man mug daher die Flaschen nachstimmen, was durch Eingiegen von Paraffin geschieht und eine ziemlich mühsame Arbeit ist. Immerhin aber halten die Flaschen namentlich wenn sie in einem Raum von annähernd konstanter Temperatur gehalten werden, ihre Stimmung besser als die Klaviersaiten. Auch würde dieser Mangel nicht imstande sein, die oben angeführten Vorzüge zu überwiegen, die das Instrument vor allen übrigen erwähnten Apparaten auszeichnen. Und schlieglich mag auch noch des aesthetischen Genusses gedacht werden, den die Orgel mit ihren wundervollen weichen Tönen bereitet.
Preis Mk. —.—
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