﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
das Rohr R' nach äugen. Es endigt, wie das Schema zeigt, in T-förmige Stücke, in dessen beide seitliche Arme je ein Ventil eingeschlossen ist. Das eine derselben Vi
geht nach innen auf und dient dazu, die Luft in den Kessel einzulassen, wenn derselbe gehoben wird. Das andere Va geht nach äugen auf ; es öffnet sich, wenn vom Kessel her ein Überdruck vorhanden ist. An diese Ventile Va schliesst sich ein gegabeltes Rohr an, welches die Pressluft beider Kessel dem anzublasenden Instrumente zuführt.
Die beiden Luftkessel sind miteinander in folgender Weise verbunden: von dem Deckel des einen führt eine Eisenkette über zwei groge starke Rollen C zum Deckel des anderen. Sinkt also der eine, so wird durch die Kette der andere gehoben. Dadurch dag die Rollen C groge Durchmesser (13 cm) besigen, wird die Ungelenkigkeit der Kette unschädlich gemacht. Die Kette dient aber gleichzeitig dazu, den Fehler zu kompensieren, der dadurch entsteht, dag der Luftkessel beim Eintauchen in das Wasser an Gewicht verliert. Der Fehler ist übrigens hier, wie man leicht einsieht, wegen der Kuppelung der beiden Kessel doppelt so grog wie bei einem Kessel. Die Kette ist nun genau so schwer gewählt, dag z. B. ein 10 cm langes Stück ebenso schwer ist wie das Gewicht des Wassers, das ein Kessel beim Sinken um 10 cm verdrängt. Infolge dieser Regulierung ist das System der Kessel und der Kette bei jeder Lage imindifferenten Gleichgewidit. Die Kessel sind natürlich genau gleich gearbeitet, das Wasser steht (durdi Verbindung der Hähne H mittels eines Schlauches) in beiden gleidi hoch.
Um nun jedem der Kessel ein Übergewidit geben und ihn zum Sinken bringen zu können, führen von den Dedceln die Schnüre s vertikal aufwärts und über Röllchen zu den Ringen, welche so schwer sind, dag sie die Schnüre spannen. In diese Ringe werden Gewichte q gehängt, die durdi Zulegen von Bleiplatten beliebig grog gemacht werden können. Nadi Whipple hängt man nun zuerst ein Gewicht von z. B. 10 kg an den Ring eines Kessels an; dieser wird dadurch gehoben, während der andere Kessel ein Übergewicht von 10 kg erhält und zu sinken beginnt. Hat er seine tiefste Lage erreicht, dann nimmt man das Gewicht schnell weg und hängt es an den andern Ring, der bis dahin kein Gewicht getragen hat, so dag nun die umgekehrte Bewegung eintritt. Die dabei entstehende Pause kann aber noch verringert werden, wenn man so vorgeht: Man hängt an den Ring z. B. des Kessels K, ein Gewicht von 10 kg an, weldies während der ganzen Versuchszeit nie weggenommen wird; K2 hat somit, wenn
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