﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
sein Ring kein Gewicht trägt, stets ein Übergewicht. Jedesmal wenn er nun infolge dieses Übergewichtes vollständig herabgesunken ist, hängt man an seinen Ring ein Gewicht von 20 kg an. Dadurch ist nicht bloß das andere Gewicht kompensiert, sondern gleichzeitig der hochgezogene Kessel Iv( mit einem gleichen Übergewicht von 10 kg versehen, so dag nun dieser zu sinken beginnt. Hat er seine tiefste Lage erreicht, dann hebt man das Gewicht von 20 kg wieder ab. Hierbei ist also die Handhabung einfacher und die Pause auf ein Minimum reduziert.
Preis Mk. 335.
No. 170. Sirenenscheiben. Die Sirenen sind vielseitig verwendbar und für eine Reihe von Untersuchungen wohl unentbehrlich. Ein besonderer Vorzug derselben ist es, dag man mit derselben Scheibe je nach der Rotationsgeschwindigkeit Töne, Intervalle und Akkorde in sehr verschiedener und kontinuierlidi variierbarer Höhe erzielen kann. Dazu kommt die groge Billigkeit des Instrumentes und der weitere Vorzug, dag man die Töne blog durch Drehen der Schwungmaschine mit der Hand und durch Anblasen der Löcher mit dem Munde, also in sehr einfacher Weise ohne besondere Hilfsmittel erzielen kann. Für genauere Untersuchungen ist freilich ein konstanter Motor nötig, ev. wird man audi eine künstlidie Anblasevorriditung vorziehen. Diesen Vorzügen steht der Mangel gegenüber, dag es sdiwierig ist, den Ton längere Zeit genau auf derselben Höhe zu erhalten; denn audi ein sehr konstanter Motor weist Schwankungen auf, die unter Umständen deutlich merkbare Schwankungen der Tonhöhe ergeben. Dadurch ist natürlich auch die Bestimmung der Höhe erschwert. Noch gröger ist die Schwierigkeit, wenn man mit der Hand dreht, falls der Experimentator nidit ein fein ausgebildetes Schägungsvermögen (absolutes Tonbewugt-sein) besigt.
Besonders geeignet ist die Sirene für Untersuchungen über die minimale, zur Erzeugung einer Tonempfindung nötige Anzahl von Schwingungen, über die kürzeste Tonfolge, bei der die Töne nodi successiv nicht simultan wahrgenommen werden, über Unterbrechungs- (Intermittenz-) und Variationstöne, auch über Geräusche usw.
Die Öffnung des Anblaserohres mug (zur Vermeidung von Anblasegeräuschen) dem Durdimesser der angeblasenen Löcher angepasst sein. Um mehrere Lochreihen gleichzeitig anblasen zu können, bedient man sich gabelartig verzweigter Rohre, die gemeinsam angeblasen werden. Auf Wunsch wird jeder Zweig mit einem Hahn versehen. Den unten erwähnten Scheiben werden stets passende Anblaserohre beigegeben. Preis pro Stüde	4.—
a)	Einfache Pre i kl an g -Schei I) e, sie enthält 5 Lochreihen, welche die Intervalle c es e g c1 natürlich in beliebiger Tonhöhe geben und zwar in natürlicher Stimmung.
Preis Mk. 6.—
b)	Oherton-Sclieibe, sie enthält 8 Lochreihen, die äugerste gibt den Grundton, die übrigen der Reihe nach die ersten 7 Obertöne. Die Scheibe enthält damit
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