﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
die schwarzen Kreise • nichtdurchlochte Stellen bedeuten. Bei den Lochreihen b u. c folgen auf 3 bezw. 2 Löcher jedesmal ebenso viele nichtdurchlochte Punkte.1) Bläst
o o. o o o o o o o o o o o ® ® o a
o	o	<?'
oooe©©ooo©@®ooo« b O	O	ob'
oo®eoo®®oo®ooo«® n o	o	o	o	c'
man die Scheibe an, so hört man erstens den Hauptton z. B. c3, welcher der Frequenz der Löcher entspricht; er ist bei allen 3 Reihen derselbe. Daneben hört man bei hinreichender Rotationsgeschwindigkeit 3 Unterbrechungstöne, deren Schwingungszahl gleich ist der Anzahl der Unterbrechungen des Haupttones. Sie verhalten sich wie 1 : 4/s : 2 und haben in dem angenommenen Falle die Tonhöhen c, f und c'. Den 3 genannten Lochreihen sind noch die Reihen a' b' c' beigefügt; sie enthalten genau so viele Löcher, als die ersteren Unterbrediungen erzeugen. Indem man abwechselnd die ersten und die legtgenannten Reihen anbläst, überzeugt man sich, dag die Unterbrechungstöne wirklich genau gleich sind den Tönen a' b’ c, d. h. dag ihre Schwingungszahl gleich der Anzahl der Unterbrechungen ist.
Dieselben Unterbrediungstöne treten auf, wenn grögere mit kleineren Löchern abwediseln, also die Intensität des Tones periodisch schwankt. Es sind, um dies naeh-
j weisen zu können, 3 weitere Haupt- und eben-d' soviele Nebenlochreihen auf derselben Scheibe e ausgestanzt. Bei Scheibe d wechseln 4 groge
OOOOooooOoooooo O	O
OOOOOOOoOOOOOOO O	O
oooooooOoooooooo /' mit 4 kleinen Löchern;2) die Tonhöhe des Unter-°	°	r brechungstones ist dieselbe, wie wenn die
kleinen Löcher garnicht vorhanden wären; es entsteht der Ton der Reihe d' welcher gleidi ist dem Ton der Reihe a’. Bei c folgt auf 7 groge ein kleines, bei f auf 7 kleine ein groges Loch. In beiden Fällen hat der Unterbrediungston dieselbe Höhe.
Endlich ist noch eine nicht durch Pausen unterbrochene Reihe von 96 Lödiern vorhanden. Sie dient erstens dazu, den Hauptton deutlich hören zu lassen, zweitens aber lägt sich durch Verkleben der in dem nebenstehenden Schema schwarz ausge-cl füllten Kreise zeigen, dag dieselben Unterbrechungstöne herauskommen, wenn die Pause, wie sie in der Reihe a vorhanden ist, durch einzelne Luftstöge unterbrochen wird. Ferner kann man nachweisen, dag derselbe Unterbrechungston entstellt, wenn ebenso oft Phasenverschiebungen Vorkommen, als Unterbrechungen. Wie namentlidi die legte der 3 Lochreihen zeigt, sind die 2 durch Klammern bezeichneten Tripel von Löchern durch eine Pause getrennt,
die nicht ein ganzes Vielfaches der Schwingungsdauer be-
OOOOOO®»®®®®«-	b b
o@o®o®®o@o©@ trägt, d. h. die durch jedes Tripel erzeugten Töne haben averscj1je(jene phase. Der Unterbrechungston ist derselbe wie bei der Anordnung «. (Der Hauptton ist in der 2. und 3. Reihe natürlich die tiefere Oktave des Haupttones von <*).
o o o o o o t o o o o o o «
O O O O O O ( O O O O O O f o O O O O O ( o o o o o o < O O O O O O l
o o o o « o © ® o <
o © o o < o o © o < O ® O O 1
*) Die Reihe c ist in der Figur nicht ganz richtig gezeichnet und ist dem Text entsprechend korrigiert zu denken.
2) Auch bei dieser Reihe ist in der Figur ein Fehler, den der Leser dem Text entsprechend korri-
gieren wolle.
100