﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
Man kann die Unterbrechungstöne auch verstärken und einem Auditorium demonstrieren, indem man entsprechende Resonatoren unmittelbar an die Lochreihe hält. Dadurch ist gleichzeitig bewiesen, dag die Unterbrechungstöne physikalischen Ursprunges sind und nidit erst im Ohre entstehen. Auch Obertöne des Unterbrechungstones können mittels Resonatoren (z. B. Stimmgabelkästen oder kontinuierliche Resonatorenreihe No. 162) nachgewiesen werden.	Preis 311c. 13.—
f) Scheibe für Unterbrecliungs- (Interiiiittenz-) Töne nach Koenig*,
(Quelques expériences d’acoustique p. 140 f. ; vgl. auch Schaefer u. Abraham, Studien über Unterbrechungstöne, Arch. f. d. ges. Physiol. Bd. 83, S. 209). Unterbrediungs-töne treten audi dann auf, wenn die Gröge der Löcher und damit die Intensität des Tones wellenartig wediselt. Die Schwingungszahlen derselben sind gleidi der Anzahl der Perioden in der Sekunde. Die Scheibe besigt wie die vorige zunädist 3 Hauptreihen a, b, c mit 96 Lödiern; in der ersten Reihe a nehmen die Löcher vom 1. bis zum 4. an Gröge zu, dann ab, das 7. ist wieder gleidi dem 1.; die Periode besteht also aus 6 Löchern. Bei den Reihen b u. c erstreckt sie sidi über 8 bezw. 12 Lödier (vgl. das Schema). Die Unterbrechungstöne verhalten sich daher wie 1 :3/2 :2; hat der
o o OOOO	o o OOOO	o	OOOOO o ooOOO	o	a
O	O	O	O	O	n'
ooOOOOOOoooOOOOOooOOOOOO o b
O	O	O	Ob'
o OOOOOOOOOOO	o	OOOOOOOOOOO	o	C
O	O	O	C
Hauptton wieder die Höhe	c3, so sind die	Unterbrediungstöne eg	g1,	c2. Damit man
sidi überzeugen kann, das die Schwingungszahlen der Unterbrechungstöne wirklich gleich sind der Anzahl der Intensitätsperioden pro Sekunde, sind wieder die Lodireihen a' b' c' beigefügt.
Auch die Unterbrechungstöne kann man durch Resonanz verstärken und damit einem Auditorium demonstrieren. Gleidizeitig ist dadurch ihre Objektivität nadi-gewiesen.	Preis Mk. 7.—
g-) Scheibe fiir Yariationstöne (vgl. Schaefer und Abraham, Archiv f. d. ges. Physiologie Bd. 88 S. 483). Die Scheibe besigt eine Lochreihe von 24 Lödiern von 2 cm Durchmesser und 4,5 cm Abstand. Lägt man sie rotieren und hält einen Hörschlauch mit dem einen Ende nahe an die Lochreihe heran, während man das oder die beiden anderen Enden in die Ohren führt, so hört man zunächst den „Scheiben ton“ S, dessen Schwingungszahl gleich der Anzahl der pro Sekunde vorbeiziehenden Löcher ist. Stellt man sodann auf der anderen Seite der Sdieibe eine Stimmgabel von G Schwingungen so auf, dag die Lödier der Sirene gerade vor den schwingenden Enden der Gabel vorbeiziehen, so hört man neben dem Gabelton 2 „Variationstöne“, deren Schwingungszahlen G-j- S und G—S sind. Diese Töne lassen sich durch entsprechende Resonatoren (z. B. aus der kontinuierlichen Reihe No. 162) verstärken und demonstrieren, womit gleichzeitig ihre Objektivität nachgewiesen ist. Neben diesen Variationstönen hört man unter Umständen sehr deutlidi sogen. Unterbrechungstöne, die aber nidits anderes sind als Differenztöne, welche die Variationstöne mit dem Gabelton (zum wesentlichen Teile") subjektiv, im Ohre erzeugen und die sidi daher durdi Resonatoren nicht (wenigstens nicht merkbar) verstärken lassen.
Preis Mk. «.
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