﻿SPINDLER & HOYER ° GÖTTINGEN.
No. 173. Interfere il zap parat nach Noremberg-Krueger, (vgl. Krueger, Philos. Stud. Bd. 17 S. 233 ff.). Die einzige sichere Methode, obertonfreie Klänge zu erzeugen, ist die Auslöschung der in einem Klang vorhandenen Obertöne durch Interferenz. Diese wird nach dem Vorgänge von Nörem-berg dadurch erzeugt, dag an die Röhre A, in welche die Schallwelle eindringt, Nebenrohre senkrecht angesegt sind. Die Luftwelle pflanzt sieh dann nicht blog in dem Hauptrohr A A fort, sondern zweigt auch in die Nebenrohre ab, wird an den verschlossenen Enden derselben reflektiert, langt mit einem gewissen Phasenunterschied wieder in dem Hauptrohre an und interferiert infolgedessen mit der direkten Welle. Die Länge des eben be-—1 sdiriebenen Abzweigungsweges wird nun so gewählt, dag die Phasenverschiebung eine halbe Welle beträgt, in welchem Falle die stärkste Schwächung der Hauptwelle eintritt. Will man z. B. den ersten Oberton von c’=256, nämlich den Ton c2=512 schwächen, so mug man, da seine Wellenlänge 66,4 cm beträgt, die seitlichen Rohre >/4 Wellenlänge — 0,166 cm lang nehmen. Zu diesem Zwedce werden die versdiiebbaren Stempel der Rohre soweit herausgezogen, dag der durch sie abgeschlossene Teil diese Länge erhält. An einer Skala, die der Stiel der Stempel trägt, lägt sich die Länge des abgesdilossenen Teiles ablesen. Krueger fand nun weiter, dag die Interferenzwirkung am stärksten ist, wenn die Abzweigung an einer Stelle beginnt, die um ein Vielfaches der Wellenlänge von der Tonquelle (z. B. der Hinterwand des Resonanzkastens der Stimmgabel) entfernt ist. Nach seinem Beispiele sind den Nebenrohren die in der Figur bezeichneten Abstände voneinander gegeben. Darnach kann, wenn die Stimmgabel ein ganzes Vielfaches einer Wellenlänge von der Ansagstelle des ersten Rohres entfernt ist, der Ton c‘=256 durch 3, der Ton c2=512 durdi 5, der Ton c3= 1024 durch alle 6 Rohre geschwächt werden, wobei in jedem Falle die Rohre an einer für die Schwächung günstigsten Stelle stehen. Die abschwädienden Wirkungen mehrerer Rohre summieren sich und bringen den Ton zum gänzlichen Verschwinden.
Auf Wunsdi werden natürlich Interferenzapparate mit mehr Seitenrohren und mit Abständen derselben geliefert, die für Grundtöne von anderen Schwingungszahlen berechnet sind.
Preis Mk. 200.—
No. 174. Tontabellen nach Stumpf und Schaefer. (Beiträge zur Akustik und Musikwiss., 3. Heft S. 139 ff.) Diese 9 Tabellen, deren Plan von Stumpf und Schaefer entworfen und die von legterem mit groger Mühe berechnet wurden, sind bei akustischen Versuchen von groger praktischer Bedeutung. Sie geben eine Übersidit über die Schwingungszahlen der wichtigsten musikalischen Töne von C2 bis c, bei verschiedener Stimmung des a1 und bei verschieden gestimmten Intervallen
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