﻿SPINDLER & HOYER • GÖTTINGEN.
Spiralfeder, welche oben durch die Zwinge gehalten wird und unten an dem Scheibchen vor dem Hebel H, befestigt ist. Wenn man den Hebel H2 hebt, in dem man die in der Figur gezeichnete Schnur nach oben zieht, so wird die Axe A2 gedreht und zunächst mittels der Feder audi die Axe A! mitgenommen. Der Hebel H, stellt sidi dabei auf einen gewissen Teilstrich ein. Da er, sowie auch die Feder, nicht unverrückbar an der Axe A, befestigt, sondern durch die Schraubenmutter Mt festgeklemmt ist, so kann man nach Lockerung dieser Mutter beide so einstellen, dag der Hebel in der erwähnten Ruhelage auf den Nullpunkt der Teilung sidi einstellt. Sowie nun, während man den Hebel H2 weiter nach oben zieht, das Stiftchen St die Haut berührt, wird der Hebel Ht festgehalten, es kann sich nur mehr die Axe A, drehen, und mit ihr verschiebt sidi der Sektor, sodag der Hebel auf andere Teilstriche der Gradteilung zeigt. Gleichzeitig aber wird die Spiralfeder zusammengedrückt, enger gerollt, und damit durch sie ein immer stärkerer Zug auf den Hebel H, ausgeübt, der sich als stärkerer Druck des Stiftdiens St auf die Haut äugert. Jedem Teilstrich entspricht somit eine genau bestimmte Druckstärke.
Vor dem Versuch wird das Instrument in solcher Lage befestigt, dag der Berührungsstift der gewünschten Hautstelle fast bis zur Berührung genähert ist. Man klemmt das Instrument an einem Stativ in ungefähr ridrtiger Lage fest und nimmt die Feinstellung durch Schrauben der Mutter M3 vor, indem man so die Spige langsam auf die Hautstelle herablägt.
Die Eichung wird in folgender Weise vollzogen: Man stellt in der eben besprochenen Weise das Instrument so ein, dag die Spige St die eine Schale einer sehr empfindlichen (diemischen) Wage berührt. Dann legt man auf die andere Schale verschiedene Gewichte, löst die Arretierung der Wage und hebt den Hebel H2 solange, bis wieder Gleichgewidit herrsdit. Dieses Heben wird durch Senken der Sdiraube S vollzogen, welche auf den kurzen Arm des zweiarmigen Hebels H2 drückt. H2 kann ähnlidi wie H, mittels der Mutter M2 in versdiiedener Lage auf der Axe A2 befestigt werden.
Die Gröge der berührten Hautstelle lägt sich in sehr einfacher Weise variieren. Man legt erst mit einer Pinzette sehr behutsam die kleinen, mit dem Instrumente gelieferten Scheibchen auf die Haut; die dabei event, auf tretenden flüchtigen Berührungs-
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