﻿SPINDLER & HOYER „ GÖTTINGEN.
No. 200. Kartenweclisler nach Ach. (Kraepelin, Psychol. Arb., III. Band, S. 256.) Dieses Instrument gestattet es, eine größere Anzahl von Karten mit verschiedenen Wörtern, Zeichen, Farben etc., die vorher in gewisser Reihenfolge in den Kasten a des Apparates eingelegt worden sind, in derselben Reihenfolge nacheinander zu exponieren. Durch Druck an dem Hebel B wird der vorher verdeckte Spalt in dem Sdiirme y frei und dadurch die Karte mit dem Reizwort (z. B. Wohnhaus) sichtbar. Durch einen zweiten Druck an dem Griffe A wird der Spalt wieder verdeckt und gleichzeitig die Karte nach unten in die schräge Rinne ä geschleudert und die nächste an ihre Stelle gedrückt. Im Momente, wo die Silbe auf der Karte ganz sichtbar wird, wird ein durch den Apparat geleiteter Strom geschlossen.
Das rechts stehende Schema zeigt die nähere Ausführung des Apparates. Mit dem schon erwähnten Schirme y stehen in fester Verbindung der Kasten a, in welchen die Reizkarten vertikal eingestellt werden, die schräge Rinne S, die gleichzeitig als Fuß dient, und endlich die Platte JJ (siehe das Schema). Diese Platte dient als Rahmen für die 2 beweglichen Platten C und F, die hinter bezw. vor J liegen. In den Ausschnitt D der hinteren Platte C passen, der Größe wie der Dicke nach, genau die in den Kasten gelegten Reizkarten; sie werden durch die Feder H in den Ausschnitt ineingedrückt. An der eben erwähnten Platte C ist der in der Figur zu sehende Griff A befestigt. Drückt man ihn nach unten, so wird auch die Platte und mit ihr eine Reizkarte nach unten gezogen, und leßtere in die Rinne ö hinausgeschleudert. Läßt man den Griff A wieder los, so wird er samt der Platte durch eine Feder nach oben zurückgeschnellt, und es rückt eine neue Reizkarte in den Ausschnitt D. Wenn die Platte nach unten gezogen wird, so nimmt sie mittels zweier Haken E auch die vordere Platte F mit. Diese hat, ebenso wie J, einen Ausschnitt, der der Größe des Spaltes G im Schirme y entspricht. Wenn sich beide Platten in der in dem Schema gezeichneten Lage befinden, so ist die Reizkarte sichtbar; wenn hingegen F mit C nach unten gezogen wird, so verdeckt der obere Teil von F die Karte. F bleibt in der unteren Lage auch dann, wenn C wieder nach oben geschnellt wird und die neue Karte in den Ausschnitt D kommt. Erst wenn man an dem kleinen seitlichen Hebel B (siehe die Figur) zieht, wird audi F nach oben geschnellt und damit der neue Reiz sichtbar.
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