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SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
liehe Ingangseßen und Aufhalten ein nicht unbedeutendes Geräusch. Somit erhob sich die neue und sdiwierige Aufgabe, dieses zu beseitigen oder wenigstens zu schwächen. Der einfachste Weg hierzu ist es, die bewegte Masse möglichst klein und lei dit zu machen; damit allein kommt man aber nicht immer aus, es müssen noch Dämpfungsvorrichtungen u. dgl. hinzutreten. Das Nähere hierüber mag aus den Beschreibungen ersehen werden. Was die Forderung der Geräuschlosigkeit selbst betrifft, so muß betont werden, dag keineswegs alle Fachmänner von der Wichtigkeit derselben überzeugt sind. In der Tat, es ist eine gewisse Markierung schon durch die optisdie Bewegung der Silbe gegeben. Was sollte es schaden, wenn hierzu die weitere (akustische) Markierung durch die Geräusche kommt ? Es müßte denn sein, dag man die Wirkung der Markierungen versdiiedener Sinne auf die Aufmerksamkeit prüfen wollte. Auf den Sinnestypus beim Lernen und Behalten wird diese Markierung kaum einen Einflug haben. Wohl aber kann in einer anderen Hinsicht das Geräusch tatsächlich als Störung empfunden werden, in dem Falle nämlich, wenn das Aussprechen der Silben mit dem Ertönen der Ruckgeräusche nicht zeitlich zusammenfällt Die Versuchspersonen stellen sich daher häufig von selbst so ein, dag sie die Silbe erst aussprechen, wenn das Geräusch des nädisten Ruckes kommt. Hierdurch aber ist eine gewisse Einseitigkeit, freilich auch eine gewisse Konformität der Versuche gegeben.
h)	Von großem praktischen Wert ist es, sich über die Größe des Gesichtsfeldes zu einigen. Das Anfertigen der Reihen kostet sehr viel Mühe, und man wird daher froh sein, wenn man die einmal angefertigten Reihen auch für andere Apparate verwenden kann; ebenso ist der Druck von Silbenreihen sehr kostspielig und es wäre sicher nicht rentabel, für jeden Apparat neue Reihen drucken, zu lassen. Daher werden wenigstens die neueren Modelle meistens nur für folgende 3 Feldgrößen gebaut (sofern nicht ausdrücklich anderes gewünscht wird) : 30X13, 45X20, 70X3° mm. Die erste Größe ist die der gedruckten Reihen No. 222, die legte ist die ursprünglich von Müller und Schumann gewählte. — Manchmal will man längere Wörter, Paare von Silben oder Wörtern, etc. darbieten. In diesem Falle wären die genannten Feldgrößen, wenigstens die beiden ersten zu klein. Indessen sind die meisten Apparate so eingerichtet, dag 2 Reihen nebeneinander Plag haben, und daß nur durch den Schirm die eine Reihe verdeckt wird. Man braudit somit nur die Öffnung im Schirm entsprechend zu wählen, um ein doppelt so breites Feld zu haben.
i)	Auch hinsichtlich der Trefferapparate kann man verschiedene Forderungen stellen. Unbedingt ist zu fordern, dag die Silben in derselben Größe, Schrift etc., kurz in möglichst derselben Weise dargeboten werden wie beim Lernen selbst. Ferner sind sdion oben 2 Arten der Exposition erwähnt worden : entweder springt die Silbe selbst ins Gesichtsfeld, oder es wird ein Sdiirm vor ihr weggezogen. Das erstere lägt sich sehr einfach bei den Gedächtnisapparateil mit Ruckbewegung durdi-führen. Die plöglidie Bewegung ist mit dem Rudi schon gegeben ; man muß nur den Apparat nach dem Ruck anhalten können und dafür sorgen, dag durch die Rudcbe-wegung gleichzeitig ein Kontakt z. B. gesdilossen wird. In dieser Weise sind in dei Tat die Apparate 212, 213, 214 und 216 eingerichtet. Allein wenn diese Exposition audi in den meisten Fällen ausreicht, so hat sie dodi Mängel: der eine Mangel ist, dag sich die Silbe selbst bewegt und ihre Bewegung — und eventuell ein Zittern beim Anhalten — gesehen wird ; der zweite, daß die Bewegung eine relativ langsame
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