﻿SP1NDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
ist. Befriedigender ist es, wenn man einen Schirm vor der Öffnung wegbewegt. So sind die Trefferapparate 217 und 218 eingerichtet. Sie sind vom Gedächtnisapparat getrennt und haben eine eigene Trommel, auf welche der Streifen mit den Reizsilben aufgespannt wird. Es ist aber vorteilhaft, wenn Lern-und Trefferapparat vereinigt sind, so wie es bei den eben früher erwähnten Apparaten der Fall ist. Eine solche Vereinigung des Lernapparates mit der vollkommeneren Treffereinrichtung ist bei dem Apparat 215 durchgeführt. Endlidi mug der Trefferapparat so gebaut sein, dag die Versuche sich unmittelbar an das Lernen der Reihe anschliegen können. Wo Treffer- und Lernapparat getrennt sind, ist dies ohne weiteres möglich. Bei den übrigen Apparaten gilt analoges wie es unter Punkt f) über den rasdien Wechsel der Lernreihen gesagt wurde.
Anm. Als Reaktionsinstrumente hat man bei den Tretferversudien die Schallschlüssel No. 201 u. 203 und vor allem den Lippenschlüssel No. 204 verwendet. Zur Zeitmessung wird gewöhnlich das Hipp’sche Chronoskop benu^t. Dasselbe ist jedoch hierfür nicht gerade sehr geeignet : es läuft zu schnell ab, so dag man gezwungen ist, das Gewicht sehr oft aufzuziehen; und nicht selten passiert es, dag es unerwarteter Weise abläuft, noch ehe die Versuchsperson reagiert hat, so dag die Messung vereitelt wird. Der Grund, weshalb es dennoch immer gewählt wird, ist einfach der, dag die Laboratorien gewöhnlich nur mit diesem Instrument, u. zw. mit dem modèle courant desselben, versehen sind. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dag sich auch das Vernier-Chronoskop (No. 4) recht gut eignen würde, namentlich in den in der Anm. auf S. 10 vorgeschlagenen erweiterten Formen ; freilich ist hierbei das Auszählen der Schwingungen etwas umständlich und zeitraubend. Ferner sei ein neues Chronoskop nach Netschajeff erwähnt, das im Nachtrag näher beschrieben werden wird. Endlidi sei es gestattet, auf ein anderes, während des Druckes dieses Kataloges nach Angaben von Ru pp konstruiertes und noch im Bau befindliches Chronoskop hinzu weisen, das gerade den bei Trefferversuchen bestehenden Verhältnissen an-gepagt wird. Das Prinzip dieses Instrumentes ist das der Sanduhr, nur wird nicht Sand, sondern Quecksilber verwendet, und ferner wird der Strahl beim Beginn der Exposition plöglich freigelassen und bei Beginn der Reaktion wieder gehemmt. Nach dem Volumen der ausgeflossenen Menge bestimmt sich die inzwischen abgelaufene Zeit. Das Chronoskop soll eine Messung bis auf 'Ao Sek. genau gestatten.
k)	Unter Umständen ist die Forderung von Wert, dag die ganze Anordnung möglichst wenig Hilfsappa rate und H i 1 fs ei n r i ch t u n g e n beanspruche, dag sie wenig Raum einnehme, ja dag sie bequem transportierbar sei. In diesem Falle wird man den Apparaten den Vorzug geben, die keine Elektrizität, kein Metronom brauchen, und die den Trefferapparat in sich haben. Zur Zeitmessung wird man nicht den Hipp, sondern das Vernier-Chronoskop No. 4 oder die in der Anm. zum Punkt i) erwähnten Chronoskope nach Netschajeff und Rupp wählen. — Ferner ist zu überlegen, ob es angeht, dag der Apparat an einen Tischgeschraubt wird und ob ein Loch für das Gewicht in den Tisch gebohrt werden kann, wie es einige Apparate fordern. Man wird dann vielleicht den Gewichtsmotor durch den obendrein leiditeren Federmotor ersegen lassen u. dgl. m.
l)	Für Massenversuche und Demonstrationen in Auditorien und Sdiulen ist bis jegt kein Apparat gebaut. Es liegen sich aber versdiiedene Modelle zu diesem Zwecke vergrögern. Einige kleine Modelle werden sich audi im Projektionsapparat verwenden lassen.
m)	Zum Schlüsse sei darauf hingewiesen, dag einige Apparate dadurdi wertvoller werden, dag sie audi zu anderen Zwecken verwendbar sind. So ist schon unter i) beschrieben, wie sich die Gedächtnisapparate für Treff er vers uche und damit audi für Reaktio nsversuche überhaupt verwenden lassen. Und in ähnlicher Weise können namentlich die Apparate mit Ruckbewegung zu t a c h i-stoskopischen Versuchen gebraucht werden. Man lägt den Apparat z. B. 3 Rucke machen; beim t. Ruck erscheine ein leeres Feld, beim 2. das Reizwort,
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