﻿SPINDLER & HOYER * GÖTTINGEN.
Die Geschwindigkeit, mit der die Rucke erfolgen, wird durch das Metronom bestimmt. Man achte auf die Konstanz desselben, ob und wann es beginnt, langsamer zu laufen. Das kleinste Intervall zwischen je 2 Rucken, das sich mittels des Metronoms erreichen lägt, beträgt */3 Sek., das größte 3 Sek. Für Intervalle von l1/, bis 3 Sek. wird nur der eine der beiden Kontakte eingeschaltet, also bei jeder ganzen Schwingung einmal der Strom geschlossen. Namentlich im anderen Falle, bei Benutzung beider Kontakte, muß das Instrument sorgfältig eingestellt werden ; man vergleiche hierüber No. 11 S. 12 und Punkt a) der Vorbemerkung. Da die Metronomschläge leicht stören, namentlich wenn sie mit den Ruckgeräuschen des Mnemometers nicht zusammenfallen, so ist es ratsam, das Metronom in ein Nebenzimmer zu stellen oder wenigstens die Schläge zu dämpfen, indem man das Instrument auf eine dicke Filzplatte stellt und eine Glocke darüberstülpt. Statt des Metronoms können auch andere zeitmarkierende Apparate (Zeitsinnapparat, Universalpendel u. dgl.) verwendet werden.
Die zweite Figur zeigt den oben beschriebenen Reizapparat in Verbindung mit dem Metronom und einem Taster; aus ihr ist gleichzeitig die Schaltung zu ersehen.
Auf dem Grundbrettchen des Tasters ist rechts ein einfacher Schalter angebradit, durch den der eine, in der Figur der linke, Kontakt des Metronoms ein- oder ausgeschaltet werden kann, damit man nach Belieben die einfachen oder die Doppelschwingungen des Pendels benüßen kann.
Das Zahnrad an der Axe hat 60 Zähne und kann nicht ausgewechselt und beliebig durch ein anderes mit einer geringeren Anzahl von Zähnen erseßt werden. Die Reizscheibe macht daher stets 60 Rucke bei einer vollen Umdrehung. Will man somit eine Reihe von z. B. 12 Silben wiederholt darbieten, so muß man sie 5 mal (oder, wenn man jedesmal 3 Zwischenfelder frei läßt, 4 mal) hintereinander aufschreiben. Auch lassen sich nicht die gedruckten Silbem’eihen nadi Müller-Schumann (No. 222) verwenden, da diese auf gerade Streifen und nicht radial auf Sdieiben gedruckt sind.
Hingegen eignet sich der Apparat sehr gut für Reaktionsversuche, bei welchen eine größere Anzahl von Reizen gegeben werden soll. Der plößliche Ruck wird be-nußt, um den Reiz schnell darzubieten (vgl. Punkt i) der Vorbemerkung). Damit jedesmal nur ein Ruck erfolge, der Reiz also dauernd exponiert werde, öffnet man nach dem Ruck sofort mittels des Tasters den Strom. Handelt es sich um sehr rohe Zeitmessung, so kann man die Schläge des Metronoms bis zur Reaktion zählen. Für feinere Messungen ist ein elektromagnetisches Chronoskop z. B. das Hipp (No. 1) zu benüßen (vgl. die Anm. zu Punkt i) der Vorbemerkung.) Das Metronom wird dabei
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