﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
Schluss in den beiden Elektromagneten wird durch ein Kontakt-Metronom (vgl. No. 11) oder einen ähnlichen Apparat (Zeitsinnapparat, Universalpendel etc.) erzeugt. Dadurch werden gleichzeitig die Intervalle zwisdien den Rucken reguliert, ähnlidi wie beim vorigen Apparate.
Auf dreifachem Wege können hierbei Geräusche entstehen: Erstens beim Anziehen der Haken H an die Elektromagnete E; zweitens wenn die Haken von den Elektromagneten freigelassen und durch die Federn F zurückgesdmellt werden; drittens wenn die Haken das Steuerrad auffangen. Um diese Geräusche unhörbar zu machen, sind zunächst alle bewegten Teile möglidist klein gehalten und aus sehr leichtem Material hergestellt. Ferner stoßen Metallteile bei der Bewegung nie wieder auf Metall, sondern stets auf weiches, dämpfendes Material. Es werden die Haken H durch die (verstellbaren) Lederpuffer pt p2 aufgehalten; die Ansaßflächen der Federn F sind mit Leder belegt und auch das Gestelle, welches die Haken trägt, auf Leder gebettet. Ebenso werden die Stifte des Steuerrades nicht durch Metallteile aufgefangen, sondern die Haken sind vorne gegabelt, zwischen den Zinken jeder Gabel ist eine Seidensdinur gespannt, und auf diese schlagen die Stifte auf. Durch diese Einrichtungen konnte tatsächlich, namentlich bei dem kleiner und leichter gebauten zweiten der beiden Modelle ein geräuschloser Gang erzielt werden.
Die genauere Ausführung des Apparates istaus der nebenst. Fig. zu ersehen. R ist
das Steuerrad mit 30 Zähnen, A sind Anker an den Haken. Die oben erwähnten Lederpuffer sigen an den in der Fignr sichtbaren Schrauben und können durch diese verstellt werden. Die Seidenschnur zum Auffangen des Steuerrades ist längs des Hakens bis an das untere, etwas angebogene Ende desselben geführt und dort durch eine Schraube eingeklemmt. Dadurch ist gleichzeitig die Möglichkeit gegeben, ihre Spannung zu regulieren. Der Drude der Federn F kann mittels der Schrauben nahe an ihren Einklemmungsstellen reguliert werden. Endlich ist das ganze Metallplättchen, auf dem die Haken befestigt sind, in der Längsrichtung derselben ein wenig verschiebbar, damit man die Einstellung so regulieren kann, dag, wenn der eine Haken einen Stift aufhält, der andere genau in der Mitte zwischen zwei Stiften steht. An allen diesen Einstellungen ist jedoch nur selten und nur nach längerem Gebrauch eine Aenderung vorzunehmen. Der Apparat wird natürlich sorgfältig eingestellt geliefert.
Wirth lieg 2 Modelle des Apparates bauen. Beim ersten werden die Silben auf Scheiben geschrieben. Diese haben genau die Größe und Form der Scheiben des vorigen Apparates ; es lassen sich daher dieselben Scheiben für beide Apparate verwenden. Das Steuerrad hat 30 Zähne, die Axe macht somit eine volle Umdrehung, wieder wie beim Ranschburg-Apparat, in 60 Rucken. Der Apparat ist an eine Wand
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