﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
zu hängen. Den Mechanismus verdeckt ein aufklappbarer Schirm mit einem horizontalen Spalt, welcher jedesmal nur eine Silbe erscheinen lägt. Damit die Silben genau in die Mitte dieses Spaltes zu stehen kommen, mug die Scheibe so auf die Axe aufgesegt werden, dag einer der zwischen je 2 Silben gezogenen Radien sidi genau
Beim zweiten Modell, das die zweite Figur zeigt, ist eine Trommel anstatt der Scheibe be-nügt, damit durdi Anwendung der Schleife beliebig lange Reihen verwendet werden können. Das Werk ist in ein Kästdien K eingeschlossen da es noch leichter und kleiner gebaut ist als beim ersten Modell. Die Trommel hat einen Durchmesser von 8 cm und madit 30, nidit (10 Rucke bei einer Umdrehung. Sie bewegt sich bei jedem Ruck um ca. 8 mm weiter. Ihre Breite beträgt 5 cm. Das Diaphragma in dem Schirm S ist jedoch nur 4 mm hoch und 2,8 cm breit. Die Schraube V dient dazu, die Trommel zu fixieren. Dies ist bei allen Manipulationen mit dem Apparat, vor allem beim Auflegen einer neuen Schleife ratsam, da durch gewaltsames Drehen der Trommel leicht die Spannung der Seidenschnur geändert oder gar eine gröbere Verlegung herbeigeführt werden kann. Damit die Sdüeife von der Trommel bei den Rucken sicher mitgenommen wird, wird sie mittels des Doppelröllchens F an die legtere angedrückt. Durch die Mutter M kann der dabei ausgeübte Druck reguliert werden. Der ganze Apparat ist an einem Stativ zu befestigen. Die Kette, an der das Gewidit hängt, wird durch die Rollen so geführt, dag der Apparat ähnlich wie der Ranschburg-Apparat, in bequeme, schräge Lage gebracht werden kann.
Die Regulierung der Geschwindigkeit der Rucke geschieht bei beiden Modellen durch das Metronom. Da dieses selbst Geräusche erzeugt, so mug es in einem Neben-raum aufgestellt werden. Ueber die Einstellung desselben gilt das beim vorigen Apparat Gesagte. Die Schaltung ist hier eine andere als dort. Der Strom wird von der Stromquelle (nach Zwischenschaltung eines Stromunterbrechers) zum Pendel des Metronoms geleitet, dann von den beiden Quecksilbernäpfen desselben zu den Klemmen ct c2, wie sie in der 1. Figur zu sehen sind. Hinter den beiden Elektromagneten vereinigen sich die 2 Wege bei K und werden von hier aus gemeinsam zur Stromquelle zurückgeführt. Auf diese Weise erfolgt bei jeder Halbschwingung ein Ruck; das längste durch das Metronom erreichbare Intervall ist dann ca. D/2 Sek. Für längere Intervalle mug man sich, falls man das Metronom benugen will, eines Hilfsapparates bedienen. Wirth hat einen soldien Duplikatorumschalter, wie er ihn nennt, konstruiert (a. a. O. S. 711).
Wie beim Ranschburg-Apparat mügte man audi bei diesem, um kürzere, z. B. 12-silbige Reihen darbieten zu können, dieselben mehrmals hintereinander aufschreiben.
mit dem Zeiger J deckt.
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