﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
nur genauer und vollständig geräuschlos; audi sind die Intervalle innerhalb viel weiterer Grenzen variierbar, indem man erstens Windflügel und Gewicht ändern und zweitens verschiedene Walzen benutzen kann. Verbindet man ferner die Kontakte mit elektrischen Markierern, so kann man gleidizeitig mehrere Zeitkurven nebeneinander aufschreiben, von denen die eine z. B. Sekunden, die andere ‘/s oder Vio Sek. markiert. Ja, durch eine besondere vonRupp angegebene Schaltung lassen sich mit ein und demselben Markierer Kurven schreiben, in welchen jede 5. oder jede 10. Marke länger ist, und die somit ein sehr bequemes und schnelles Auszählen gestatten, ähn-
lidi wie die Kurven des Kagenaar-schen Chronoskopes No. 42. Das nebenstehende Schema zeigt diese Schaltung. Man sendet den Strom erst durch den häufigeren, z. B den 1/6 Sek. Kontakt und verzweigt ihn hinter diesem; in den einen Zweig legt man den zweiten, z. B. 1 Sek. Kontakt, in den anderen einen Widerstand W. Nach Vereinigung der Zweige führt man den Strom durch den Elektromagneten des Markierers und zurück zur Stromquelle. Wenn nun bloß der ‘/s Sek.-Kontakt geschlossen ist, so wird der Markierer eine kleine Exkursion machen, wegen des Widerstandes. Wenn hingegen audi der Sek.-Kontakt ge-sdilossen ist, so verringert sidi der Gesamtwiderstand, die Exkursion des Schreibers und damit die Marke wird eine größere.
An den neueren Modellen des Apparates sind gegenüber den älteren einige Änderungen vorgenommen. Wie schon erwähnt, sind die Trommeln den gedruckten Silbenreihen angepagt. Ferner ist ein Tourenzähler hinzugefügt. Endlich wird der Apparat auf Wunsdi mit einem Federuhrwerk versehen, was den Vorteil mit sidi bringt, dag man kein Loch in den Tisch, auf den der Apparat gestellt wird, bohren mug, durch welches die Schnur für das Gewicht nach unten hängt.
Preis des kompl. Apparates mit 2 Trommeln für 14, zwei für 12 und einer für 24 Rucke
Mit. 350.
1	1	1	1 I 1 I i 1 I I I 1 I 1	1 I L
No. 216. (Tedächtnisapparat nach Hempel-Kupp. Wie bei den beiden vorigen Apparaten, so ist auch hier zunädist eine gleichförmige, kontinuierliche Rotation erzeugt, die ihrerseits eine Ruckbewegung hervorruft. Das Prinzip jedodi, nach dem die Ruckbewegung durch die kontinuierliche bewirkt wird, ist hier ein ganz neues, es ist überhaupt kein mechanisches, sondern ein optisdies. Der Grundgedanke hierzu rührt von Hempel her; Rupp hat in der Durchführung einige Verbesserungen vorgenommen.
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