﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
Neben den 12 Silben steht eine 2. vertikale Reihe von 6 Silben für Trefferversuche ; es sind die ungeraden Silben der linken Reihe. Ihre Reihenfolge ist nach den von Müller und Pilzeeker (Zeitsehr. f. Psych., Ergänzungsband 1, S. 25) auf gestellten Regeln gewählt. Das leere Feld unter jeder Silbe hat für die Protokollbüchlein den Vorteil, dag man die von der Versuchsperson genannten Silben in dasselbe einschreiben und die Trefferzeit notieren kann. Auch für die Apparate mag es von Vorteil sein, vor oder nach der Exposition ein leeres Feld zu besigen.
Als Feldgröge wurde von Rupp nach Vereinbarung mit G. E. Müller und Ebbinghaus die Gröge 30X13 mm gewählt. Sie ist einerseits möglichst klein genommen, damit audi die Gedächtnistrommeln klein sein können und das Ruckgeräusch leicht zu dämpfen ist; andererseits ist sie grog genug, dag man die Silben bequem noch mit der Hand schreiben kann.
Man wird mit diesen Reihen natürlich nicht in allen Fällen auskommen. Immerhin werden nadi diesen Regeln gebaute Reihen am häufigsten angewendet werden, sowie sie auch bisher meistens verwendet wurden. Augerdem ist es von Wert, wenn verschiedene Autoren bei ihren Versuchen dieselben Reihen benugen ; die Versuche werden dann konformer und besser vergleichbar.
Die Forscher sollten die Reihen sehr sparsam, nur zu Haupt- und nicht zu Voroder Demonstrationsversuchen verwenden, damit sie möglichst wenig bekannt werden. Vollends würden dieselben an Wert verlieren, wenn sie in Laienhände kämen. G. E. Müller gab daher nur unter der Bedingung seine Einwilligung zum Druck der Reihen dag sie aussdilieglich an Forscher geliefert werden. Die P. T. Besteller werden daher, sofern ihr Name in dem Fache noch nicht bekannt ist, gebeten, in irgend einer Weise, z. B. durdi Empfehlung eines Fachmannes oder Institutes, die wissensdiaftliche Verwertung zu verbürgen.
Preis je eines Büchleins mit 60 Reihen oder von je 60 Streifen
Mk. 3.—
Tachistoskope.
V orb emerkung.
Tachistoskope nennt man solche Apparate, die eine sehr kurze Darbietung eines Reizes ermöglidien. Wie schon der Name sagt, handelt es sidi hierbei meistens um visuelle Reize. Es wurden jedoch auch Versuche mit akustischen Reizen angestellt.
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