﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
Gleichzeitig liegen die 2 Scheiben so, dag sie den Strahlengang an einer ziemlich engen Stelle unterbrechen. Es genügt daher eine kleine Bewegung der Spaltränder, um das Objekt aufzudecken bezw. zu verhüllen, selbst wenn das Objekt eine relativ groge Ausdehnung hat oder infolge der Linsenwirkung im Fernrohr vergrögert erscheint. Dementsprechend kann auch die Bewegung der Scheibe leicht so schnell genommen werden, dag sie im Fernrohr längst nicht mehr gemerkt wird.
Der Apparat mug durch einen separaten, konstanten Motor betrieben werden. Die Kraft segt an einer Rolle der Scheibe M an. Bei der Wahl der Rotationsge-sdiwindigkeit ist zu berücksichtigen, erstens wie groge Pausen zwischen den einzelnen Expositionen, und zweitens welchen Bereich von Expositionszeiten man nötig hat. Um sich von der Gröge der Rotationsgeschwindigkeit und von der Konstanz derselben überzeugen zu können, ist an der Scheibe M ein Kontakt angebracht, welcher bei jeder Umdrehung einmal auf einen Moment geschlossen wird.
Der Preis bezieht sich auf den Apparat ohne Motor und Objekträger.
Preis Mk. -300.—
No. 224. Tachistoskop nach Erdmann-Dodge. (Über das Lesen, S. 94). Dieser Apparat verwendet zwei verschiedene von den in der Vorbemerkung erwähnten
mechanischen Prinzipien zur Erzeugung tachistoskopischer Expositionen. Für sehr kurze Expositionszeiten, nämlich für solche unter ‘/ioo Sek., dient ähnlich wie beim Exner’schen Apparat eine Episkotisterscheibe U S mit variierbarem freiem Spalte. Hierbei würde nun zunächst dieselbe Schwierigkeit auftreten wie oben: es würde das Objekt Del jeder Umdrehung der Scheibe einen Moment sichtbar sein. Um dies zu vermeiden) ist hier im Unterschied vom Exner’schen Apparat ein Fallschirm F S verwendet, dessen variabler Spalt so grog zu machen ist, dag, während er an der Scheibe herabfällt, diese gerade eine volle Umdrehung macht. Der Fallschirm hat aber nicht allein diese Hilfsfunktion zu verrichten, sondern er dient dazu, die Expositionsdauer bei längeren Zeiten zu bestimmen. In diesem Falle wird die Scheibe nicht benugt. Die Zeit kann dann variiert werden entweder durch Ändern der Spalthöhe, oder dadurch, dag man den Schirm nach vorne oder hinten schiebt.	Wie nämlich aus dem
Folgenden zu ersehen ist, bilden die in Betracht kommenden Lichtstrahlen einen Kegel, und dieser wird bei verschiedener Lage des Schirmes an verschieden engen Stellen unterbrochen, so dag die Exposition bei gleicher Geschwindigkeit der Spaltbewegung verschieden lange dauert.
Eine ebenso einfache wie sinnreiche Einrichtung bewirkt, dag das ganze Objekt genau gleichzeitig sichtbar wird und wieder verschwindet. — Die von dem Objektfeld 0 herkommenden Strahlen durchsegen, nachdem sie durch den Spalt des Fallschirmes
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