﻿SP1NDLER & HOYER « GÖTTINGEN.
Das Objekt wird in „unendlicher“ Entfernung aufgestellt und durch ein Fernrohr monokular betrachtet. Dieses wird an dem vertikalen Stabe befestigt, der vorne unten an dem Gestelle angeschraubt ist. Da der Spalt unmittelbar am Fernrohr vorbeizieht, so werden seine Ränder versdiwommen gesehen und ihre Bewegung fällt weniger auf, als es bei scharfen Rändern der Fall wäre. Ähnlich wie beim Tachi-stoskop nach Exner hat das Fernrohr auch den Vorteil, daß der Spalt das Licht-büschel an einer sehr engen Stelle unterbricht und doch das Objekt in relativ großem Gesichtswinkel, also relativ groß gesehen werden kann. Es wird daher sdion bei geringerer Geschwindigkeit des Spaltes die Bewegung nicht mehr gesehen. Würde das Objekt so groß und so nahe sein, wie es im Fernrohr ersdieint, so wäre das Lichtbüschel an der Stelle, wo tatsächlich der Spalt liegt, wesentlidi breiter und es wäre eine ausgedehntere Bewegung und eine größere Gesdiwindigkeit des Spaltes nötig, damit man dieselbe nicht mehr wahrnimmt. Die richtige Adaptation wird dadurch erreicht, daß die vorderen Seiten der Oktanten weiß gestrichen sind und entsprechend beleuchtet werden.
Ein Vorzug des Apparates ist es, daß er audi als Stroboskop verwendet werden kann. Es werden dann 8 gleiche Oktanten eingeseßt, deren jeder 2 radialstehende Spalte trägt, so daß 16 solcher Spalte in gleichen Abständen auf dem Ringe verteilt sind. Auf der dem Beobachter abgewendeten Seite der Oktanten werden die Bilder durch Federn festgehalten und von hinten durch einen Spiegel gleichzeitig mit dem Vorbeiziehen des Spaltes ins Auge geworfen.
Der Apparat erfordert einen separaten und sehr konstanten Motor. Die Axe hat 2 Schnurscheiben von verschieden großem Durdimesser.
Der Preis bezieht sich auf den Apparat ohne Motor, Fernrohr und Objektträger.
Preis Mk. 225.—
No. 226 a. Fernrohr hierzu
Preis Mk. 05.—
No. 227. Objektträger zum schnellen Wechseln der Objekte. Unmittelbar hintereinander sind 3 Rahmen, in die Kartons von der Größe 20; 10 cm gesteckt werden können. Gewöhnlich werden dieselben in folgender Weise verwendet: Der vorderste Rahmen trägt den Karton mit dem Fixationspunkt, der zweite einen
Karton mit dem zu beurteilenden Objekt F	(Buchstaben, Wörter, Zahlen, Striche etc.)
der hinterste kann dazu verwendet werden, a einen Karton mit dem auslöschenden Reiz zu tragen. Der hinterste Rahmen ist fest; die beiden vorderen sind so konstruiert wie es das S die ma zeigt. Der Rahmen ist durch einen Stab getragen, der bei « auf einer Axe sißt und links durch einen Elektromagneten EM hochgehalten wird. Wenn das
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