﻿SPINDLER & HOYER » GÖTTINGEN.
Ein gußeisernes, auf 3 Fügen sicherstehendes Kreuz trägt einen horizontalen Ring von 42 cm Durchmesser, der eine Kreisteilung in */4 Grade enthält. Genau zentrisch über diesem Ringe dreht sich in Spigen eine vertikale Axe, an welcher der
St 2.
Doppelhebel H und zwei verschieden große Schnurscheiben sißen. An der Peripherie des Ringes können Kontaktvorrichtungen verschiedener Konstruktion aufgeseßt werden. Indem der erwähnte Hebel bei der Drehung der Axe über diese Kontaktvorrichtungen hinweggeht, schließt oder öffnet er einen Kontakt. Seßt man mehrere solche Vorrichtungen auf und seßt den Hebel in gleichmäßige Bewegung, so ist die Zeit die er braucht, um von einem Kontakt zum andern zu gelangen, genau proportional der Anzahl der Grade, die dazwischen liegen. Will man die absolute Zeit messen, braucht
man nur die Umdrehungsgeschwindigkeit mit der 1 /s Sekundenuhr zu bestimmen.
Es werden drei verschiedene Kontaktvorrichtungen gebaut. Eine ist so konstruiert, wie das nebenstehende Schema zeigt. Der schraffierte Teil Kr stellte den Querschnitt des Kreisringes dar. An ihm wird von außen, in dem Schema von rechts, die Kontaktvorrichtung angeseßt und durch die Schraube Si befestigt. Dadurch daß die Nase n in eine entsprechende Nute des Ringes eingreift, ist ein sicheres Sißen des Kontaktes verbürgt. Wenn man diese Schraube ein
wenig lockert, kann man die Vorrichtung bequem auf dem Ring verschieben, und so die Zeitintervalle schnell von Versuch zu Versuch ändern. Zwei Stellstifte o sorgen dafür, daß dabei keine Stauung in der Nute eintritt. Die jedesmalige Stellung des Kontaktes wird mittels des Zeigers Z auf der Teilung des Kreisringes abgelesen. Der Zeiger sißt, damit er von den oberen Teilen des Kontaktes nicht verdeckt wird,
174