﻿SPINDLER & HOYER • GÖTTINGEN.
seitlich an dem Stücke A. Auf dieses letztere sind rechts zwei Messingstücke übereinander aufgesegt, welche den starken, federnden Blechstreifen F einklemmen. Derselbe kann durch die Schraube S2 ein wenig nach unten gebogen werden. An seinem freien Ende trägt er zunächst ein isolierendes Hartgummilager L, sodann einen Hartkupferblock B, an welchem eine Klemmschraube S3 sigt.
Dieser Blöde wird nun von oben her eben berührt durch die Hartkupferfeder f. Dieselbe sigt an dem früher erwähnten Doppelhebel des Apparates, der hier in dem Schema durch das schraffierte Stück H repräsentiert ist. Wenn H über den Kontakt sich hinbewegt, so schleift f einen Moment auf dem Block auf und erzeugt einen kurzen Kontakt. Der elektrische Strom, der durch diesen Kontakt gesddossen werden soll, wird dem Blocke durch die Klemmschraube S3 zugeführt. Man mug dabei darauf achten, sehr leichte und leicht bewegliche Drähte zu benugen, damit auf den Block kein Zug ausgeübt wird. Von der Feder geht der Strom weiter in den Hebel H und in die Axe und das Gestelle des Hauptapparates und kann durch eine der an der oberen Verbindungsleiste sichtbaren Klemmen weggeführt werden.
Die Dauer der kurzen Kontakte, die sich mittels dieser Vorrichtung erzeugen lassen, kann innerhalb gewisser Grenzen variiert werden. Dies ist wichtig, denn sehr kurze Stromschlüsse sind oft nicht im Stande den Reizapparat in Tätigkeit zu segen, oder erzeugen zu schwache Reize. Man hat es also durdi die gleich zu beschreibende Vorrichtung auch in der Hand, bis zu einem gewissen Grade die Reizintensität zu regulieren.
Der Hartkupferblock B ist, wie das nebenstehende Schema zeigt, an seiner obersten Schichte dreieckig abgeschnitten. Je nachdem nun die Feder weiter rechts oder links über den Block schleift, wird der Kontakt längere oder kürzere Zeit dauern. Man kann also die Kontaktdauer durch Verschieben der Feder variieren. Diese Verschiebung wird auf folgende Weise erreicht. Auf dem Hebel H gleitet in Schwalbenschwanzführung sehr exakt der Sdilitten Sch. Rechts an denselben ist das vertikale Stüde t4 angesegt, in welches die Spindel der Mikrometer-Sdiraube S4 eingreift. Durch Drehen dieser Legteren kann man also den Schlitten nach rechts oder links schieben. Der kleine Träger t2 ist mit H verbunden und bildet den festen Halt für die Schraube Zwischen R und t2 ist eine kräftige Spiralfeder ausgespannt, die den Zweck hat, einen toten Gang bei der Führung des Schlittens zu verhindern.	Es lägt sich
somit die Stellung desselben sehr genau regulieren. Die Befestigung der Feder f an dem Schlitten ist sehr einfach. Legterer trägt einen kurzen vertikalen Stab St,, welcher in ein konisches Loch des Schlittens genau pagt und durch Reibung hinreichend sicher hält. Der Stab hat eine vertikale Bohrung, durch welche ein dünnerer Stab St2 von unten durchgesteckt und durch eine seitliche Schraube festgeklemmt wird. Dieser legtere trägt unten die Feder f.
Man mug bei der Einstellung darauf achten, dag die Feder F sicher, aber doch nur ganz leicht über den Block sdileift. Zunächst kann man dies dadurch regulieren, dag man sie in entsprechender Höhe über dem Block festklemmt. Eine genaue Regulierung ist ermöglicht durch die Klemme S2, indem nidit die Feder verschoben
w
175