﻿SPINDLER & HOYER • GÖTTINGEN.
X. Diverse Apparate.
No. 233. Sphygmograph mit Luftübertragung. Eigenkonstruktion.
Derselbe dient zur Aufzeichnung von Pulskurven, und zwar des Radialispulses. Nach dem Vorgang von Ludwig ist der Apparat in 2 getrennten Teilen hergestellt. Die erste Figur zeigt den unteren Teil, den Basisrahmen, und seine Befestigung auf dem Unterarme. Zugleich ist auf dieser Figur das Gestelle mit den Armlagern abgebildet, auf welches der Arm nach dem Vorgänge von Ludwig aufgelegt wird.
I _
f
---M-,
ÆÏÏ2
-l !


Der Basisrahmen besteht aus zwei Schienen, die an der unteren Seite, mit welcher sie auf dem Arme aufliegen, mit Tuch bekleidet sind. An den 4 Ecken des Rahmens sind drei Haken und eine Klemme befestigt. An den einen der Haken ist ein Band angebunden, welches in der Weise, wie die linke Figur zeigt, um den Arm geschlungen und schließlich durch die Klemme eingeklemmt wird. Nachdem der Rahmen fest aufgebunden ist, segt man den eigentlichen Sphygmographen auf. Man braudit hierzu die Schraubenmutter M, welche auf dem Rahmen zu sehen ist, nicht abzunehmen, da die Grundplatte A des Sphygmographen eine Öffnung besigt, weldie die Mutter durchtreten lägt. Sodann bringt man den Sphygmographen in solche Lage, dag die Hartgummipelotte P gerade über der Stelle der maximalen Pulserhebung liegt. In dieser Lage schraubt man ihn mittels der Mutter M fest.
Das zweite Schema zeigt die Konstruktion des Sphygmographen selbst. An der schon erwähnten Grundplatte A ist unten die kräftige Stahlfeder F angesdiraubt, die die Pelotte trägt. Mittels der Schraube Si wird die Feder so viel nadi unten gebogen, bis die Pelotte fest aufliegt. Über ihr ist auf der Feder eine kurze Spige aufgesegt, welche gegen die Gummimembrane einer Marey’schen Luftkapsel K drückt und die Schwingungen der Pelotte und damit die Pulsation auf diese überträgt. Die Kapsel wird gehalten durch einen Hebel, welcher um die Axe a drehbar ist. Die Drehung wird mittels der Sdiraube S2 ausgeführt, welcher eine heftige Spiralfeder F entgegen wirkt. Man benötigt diese Feinstellung, um die Kapsel genau einzustellen, so dag sie die Spige der Pelotte eben berührt. Die zulegt erwähnten Teile liegen hinter den übrigen und sind in dem Schema darum gestridielt gezeichnet.
179