﻿SPINDLER & HOYER ° GÖTTINGEN.
Ringe R befestigt ist, um den Brustkorb herum zur Klemme Kl, an welcher man es so befestigt, dag es straff gespannt ist.
Die Basis g des Pneumographen wird durch eine starke, federnde Platte gebildet, an welcher rechts und links zwei getrennte Teile aufgesegt sind. Zunächst sind an die Platte die zwei Messingstücke A und B angeschraubt; mit ihnen sind in starrer Verbindung erstens die zwei äugeren Träger mit dem Ringe R und der Klemme Kl, sodann die Träger t, t2 t3. Der erstere trägt den festen Teil der Kapsel K. Diese sigt an einem Stiel, der in dem Träger verschoben und in beliebiger Lage festgeklemmt werden kann. t3 trägt ein sektorenähnliches Stück C, welches drehbar ist und oben mit seinen Zacken in die Zähne einer Zahnstange greift. Diese dreht sich um eine, im Träger ts oben gelegene Axe und wird durdi die Feder f gegen C angedrückt. Endlidi ist C durch ein kleines Verbindungsstück mit der Kapselmembrane verbunden.
Wenn nun der Patient oder die Versuchsperson einathmet und dabei den Brustkorb ausdehnt, so wird auf R und Kl ein Zug nach äugen ausgeübt. Dabei biegt sich die Basisfeder ein wenig, so, wie sie in dem Schema gezeidmet ist, und es drehen sich die 2 getrennten Teile des Apparates etwa um die Punkte A und B. Und da der eine mit dem festen Teil der Kapsel, der andere mit der Membrane verbunden ist, so wird die Kapsel aufgebläht. Zieht sich umgekehrt beim Ausathmen der Brustkorb wieder zusammen, so strebt die Basisfeder genau in demselben Mage ihrer Ruhelage zu, dreht dabei die 2 Teile des Apparates wieder zurück, und die Kapsel wird wieder zusammen- bezw. eingedrückt.
Bei der Analyse der Kurven ist darauf zu achten, dag, wie aus dem Gesagten hervorgeht, die Erhebung der Kurve der Ausathmung, die Senkung der Einathmung entspricht. Man ist zunächst geneigt, die Kurve in umgekehrter Weise aufzufassen.
Die Einrichtung mit dem gezackten Sektor C und der Zahnstange hat den Zweck, dag man einerseits in bequemer Weise die Membrane richtig spannen kann; andererseits dient sie zur Schonung der Membrane beim Aufbinden des Apparates. Man kann die Zahnstange nämlich nach links überschlagen, indem man an dem an ihrem Ende angebrachten Knopf anfagt. Dann können R und Kl stark auseinandergezogen werden, ohne dag die Kapsel zu stark aufgebläht und die Membrane zerrissen wird. Das Sektorenstück C folgt nämlich, wenn es nicht oben durch die Zahnstange gehalten wird, ohne wesentlichen Widerstand der Kapsel. Ein plögliches und heftiges Auseinanderziehen von R und Kl kommt aber bei den groben Manipulationen des An-
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