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Nr. 372—374. Reflexloser Hand-Äugenspiegel n. Thorner.
Hand ophtalmoscope without reflection, according to Thorner. Ophtalmoscope à main sans réflexion, d’après Prof. Dr. Thorner. Oftalmoscopio a mano sin reflejo, segün Thorner.
Die Untersuchung des Äugenhintergrundcs mit Hilfe der älteren Hand-Augenspiegel ist insbesondere wegen der auftretenden Reflexe schwierig und erfordert lange Zeit zur Erlernung.
Der reflexlose Handaugenspiegel vermeidet nicht nur die Hornhautreflexe, sondern darüber hinaus die bei manchen Augenspiegeln an deren Linsen auftretenden Reflexe. Er bietet damit in ganz hervorragendem Maße denjenigen Ärzten, die nur gegentlich Untersuchungen mit dem Augen-Spiegel vorzunehmen haben, die Möglichkeit leichter Beobaditung des Äugenhintergrundes, ohne sich erst Fertigkeit im Augenspiegeln aneignen zu müssen.
Diese Fortschritte werden dadurch erreicht, daß das Lidit nur durch die eine Pupillenhälfte in das Patientenauge gesandt, und das Abbild dieser Pupillenhälfte vor dem Beobachterauge durch eine halbkreisförmige Okularblende abgedeckt wird, während der Beobachter durch die freibleibende halbmondförmige Öffnung das Bild der Netzhaut erblickt. Neben der Einfachheit der Handhabung seien als besondere Vorzüge des Spiegels hervorgehoben, daß eine Verdunkelung des Unter-suchungsrautnes nicht erforderlich ist — deshalb kann der Spiegel auch am Krankenbett benutzt werden — und daß die Pupille nicht erweitert zu werden braucht.
Die optische Einrichtung des Augenspiegels ist in ein leichtes, handliches Messinggehäuse eingebaut. Die eine Schmalseite des Gehäuses trägt das einstellbare Okular für den Beobachter, die andere eine drehbare, mit Gradeinteilung versehene Hülse zur Äufnhame einer Augenmuschel aus Weichgummi, die an das Auge des Patienten angesetzt wird. Die Augenmuschel ist in einem Metallring gefaßt, der sich aus der erwähnten Hülse leicht herausziehen läßt, sodaß man die Augenmuschel in bequemer Weise sterilisieren kann.
Nr. 372/74 ca. D nat. Größe
Die Scharfeinstellung des Bildes erfolgt durch Drehen des Okular-Kordelringes. Will man andere Teile der Netzhaut untersuchen, so dreht man das Instrument um seine Augenmuschel, wobei man stets den zu Untersuchenden auf die rote Marke blicken läßt.