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Das Studium der Landwirtschaft
eines gemeinsamen Publikationsorganes machte. Sofort wurde dieser Vorschlag aufgenommen, Referent liess den Specialkontrakt für sein Institut fallen, und es erfolgte in der Sitzung am 2. August der Beschluss zur Gründung gemeinsamer „Mitteilungen“, in dem Sinne und mit der geplanten Richtung, wie das Vorwort dieses ersten Heftes sie angiebt.
Soweit ist die Neuorganisation des Apparates der Landwirtschaftslehre an hiesiger Universität bis jetzt gelangt. Sie charakterisiert sich also kurz durch folgende Punkte:
1.	Die einzelnen grösseren Zweige der Landwirtschaftslehre erhielten etats-mässig und persönlich vollkommen selbständig gestellte, voneinander gänzlich unabhängige und einander koordinierte Forschungsstätten.
2.	Das gemeinsame Zusammenarbeiten derselben wird erleichtert und gesichert, sowohl durch das räumliche Zusammenliegen der Institute, als auch durch den auf freier kollegialer Entschliessung beruhenden wissenschaftlichen Gedanken- und Erfahrungsaustausch und die offene gegenseitige Vereinbarung über alle organisatorischen und geschäftlichen Angelegenheiten, welche das Studium der Landwirtschaft an hiesiger Universität im allgemeinen angehen und welche nicht in das Specialressort des einzelnen Institutes hineingehören.
3.	Den officiellen Ausdruck dieses Zusammenwirkens bietet das vorliegende gemeinsame Publikationsorgan, welches gewissermassen ein Dokument für die wissenschaftliche Arbeit der landwirtschaftlichen und zweck-verwandten Forschungsstätten hiesiger Universität , und ein Lebenszeichen von diesen werden soll, das hoffentlich dazu beitragen wird, das Ansehen der Landwirtschaftslehre an der Universität und in den Kreisen der landwirtschaftlichen Praxis zu heben.
Nach dieser kurzen Schilderung wird die Neuheit der hier in Breslau ins Leben gerufenen Formen der Vertretung der Landwirtschaftslehre an einer Universität wohl kaum bezweifelt werden können. Die neue Form entspricht den Principien des Universitätswesens überhaupt, und sollte der hier zuerst eingeschlagene Weg sich als ein richtiger erweisen, so könnte man vielleicht hoffen, dass mit der Zeit die vom Referenten wiederholt als erwünscht und notwendig hingestellte Parallelentwicklung zur medizinischen Wissenschaft auch für die Landwirtschaftswissenschaft sich anbahnen könnte; ein Anfangs- und Krystallisationspunkt für einen solchen Prozess ist hiermit vielleicht gefunden worden, aber die Zeit und der weitere Verlauf der Dinge müssen lehren, ob diese Hoffnung berechtigt ist.
B. Die Forschungs- und Lehrmittel der Landwirtschal'tswissenscliaft und ihrer Hilfsfächer an der Universität Breslau
I. Die landwirtschaftlichen Institute.
1. Das Institut für landwirtschaftliche Pflanzenproduktionslehre.
Kurz vor dem Inslebentreten dieses Institutes wurde der Universität Breslau eins der wichtigsten Forschungs- und Lehrmittel der Landwirtschaft, nämlich ein grösseres landwirtschaftliches Versuchsfeld, dank der Munificenz