﻿an der Königlichen Universität Breslan.
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des liolien Hauses der Abgeordneten und dem Interesse der beteiligten Ministerien des Kultus und der Finanzen überwiesen. Zwar waren schon in früheren Jahren mehrfach Versuche gemacht worden, eines Versuchsfeldes habhaft zu werden, indessen aus verschiedenen Gründen hatten diese Bemühungen zu keinen Resultaten geführt. Erst im Jahre 1897 wurden die ersten 151/3 ha für die Zwecke eines Versuchsfeldes von dem Ritter-gute Rosenthal bei Breslau käuflich erworben, welchen dann im Jahre 1898 weitere 164/5 ha folgten.
Das landwirtschaftliche Versuchsfeld
der Königl. Universität Breslau liegt, wie Tafel I zeigt,1) im Norden der Stadt, nördlich von der „alten Oder“, östlich von der Chaussee Breslau-Trebnitz. Im Süden ist das Versuchsfeld begrenzt von der Villenkolonie Carlowitz, im Norden umrahmt von dem alten Aussendeiche der alten Oder, welcher seit Erbauung eines neuen Deiches dicht am Nordufer der alten Oder für Überschwemmungsabhaltung der dahinter liegenden Ländereien bedeutungslos geworden ist, weil seit Bestehen des neuen Deiches keine Überschwemmung mehr stattgefunden hat. Das Versuchsfeld liegt also im alten Inundationsgebiete des Oderstromes, im Oderalluvium, es ist jetzt absolut überschwemmungssicher und ebenso sicher vor jedem vom Untergründe her aufsteigenden Stauwasser, wie längere Beobachtungen des Grundwasserstandes zu allen Jahreszeiten erwiesen haben, da der Grundwasserstand sich IV2—2 m unter der Oberfläche hält. Die Grösse des Versuchsfeldes wird nach Erwerb der letzten kleinen Restecke im äussersteu Westen des Feldes 32,5833 ha betragen. Die Entfernung des Versuchsfeldes von den landwirtschaftlichen Instituten am Matthiasplatze ist in ca. 25—30 Minuten zu Fuss zurückzulegen; in Anbetracht der Nähe einer so grossen Stadt muss diese Entfernung als äusserst günstig betrachtet werden, da sie den Studierenden einen häufigen Besuch des Feldes ohne grossen Aufwand von Zeit und Mühe gestattet. Die Bodenbeschaffenheit wird in einer später zu veröffentlichenden Specialarbeit ganz ausführlich behandelt werden. Da die darüber angestellten chemischen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind, muss ich mich hier zunächst auf ganz kurze Erklärungen zum Situationsplan Tafel II beschränken.
Zur Untersuchung des Bodens wurde alle hundert Meter im Quadrat ein 1 m tiefes Loch auf dem Felde gegraben und von jeder leicht unterscheidbaren Bodenschicht jedes Loches nach Messung ihrer Mächtigkeit eine Probe entnommen und physikalisch und chemisch untersucht. Das Resultat der mechanischen Bodenanalyse ist in den auf diesem Situationsplane verzeichneten Profilen jedes Loches durch verschiedene Schraffierung der Schichten angedeutet, deren Erklärung sich (wenigstens in berechneten Durchschnittszahlen) auf der Karte befindet. 8/8 der Fläche (einige 80 Morgen) des gesamten Feldes (der rvestliche und südliche Teil) werden im Zusammenhänge aus thonigem Lehm und lehmigem Thon gebildet, der in
') Die rote Fläche stellt das Versuchsfeld dar.