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Das Studium dor Landwirtschaft
einer Mächtigkeit von 40—100 cm und mehr auf Hand lagert, und das letzte Drittel, ca. 30—40 Morgen im Xordosten des Feldes, ist milder Lehm, abgestuft bis zum lehmigen Sande, welcher in einer Mächtigkeit von 25—40 cm auf Sand lagert. Der Sand des Untergrundes ist bis zu 1 m Tiefe sehr feinkörnig, in grösseren Tiefen wird er grandig bis kiesig.
Dieser Untergrund bildet also eine natürliche Drainanlage, welche dem schweren Thon und Lehm der oberen Schichten jede Kälte nimmt. Die in grösseren Flächen konstatierte Verschiedenheit der Bodenbeschaffenheit ist für die Zwecke des Versuchsfeldes nur erwünscht und günstig, um so mehr, als innerhalb dieser Gruppen eine ziemlich grosse Gleichmässigkeit des Bodens herrscht, besonders in dem grösseren südlichen und westlichen Teile des Feldes.
Die Benutzung des Feldes zu Versuchszwecken befindet sich noch in Vorbereitung, da die Wegeverlegung, Planierungsarbeiten, der Bau des Wirtschaftshofes und ein annähernder Ausgleich des Nährstoffvorrates im Boden erst beendet sein müssen, bevor an die Ausübung einer Ver-suchsthätigkeit geschritten werden kann. Beabsichtigt ist vorläufig folgendes:
Ca. 20 Morgen gleichmäßigen ebenen Bodens sollen in Parzellen zu je 10 a der Darstellung verschiedener Feldsysteme dienen und zu einem grossen statischen Versuche benutzt werden, daneben aber sind sie auch ein wertvolles Demonstrationsmittel für die landwirtschaftliche Betriebslehre. C'a. 60 Morgen werden in 8 grösseren Schlägen bewirtschaftet, und zwar zunächst mit Festlegung einer bestimmten Rotation. *) In diese Schläge werden die feldmässig ausgeführten vergleichenden Sortenanbau- und Düngungsversuche gelegt, sowohl um damit die praktische Ausführung solcher Versuche zu demonstrieren, als auch *nm ihre Resultate wissenschaftlich zu verwerten. Ausserdem wird aber ein permanenter Düngungsversuch auf 126 Parzellen von je 40 qm Grösse angelegt, zum Studium und zur Demonstration der specifischen Düngewirkung der wichtigsten Pflanzennährstoffe in ähnlicher Weise, wie Drechsler es seiner Zeit zuerst auf dem Versuchsfelde des landwirtschaftlichen Institutes der Universität Göttingen und neuerdings Wohltmann auf dem Versuchsfelde der landwirtschaftlichen Akademie Poppelsdorf ausgeführt haben. Ein Schlag von 2 ha Grösse, zur Hälfte mit schwerem, zur Hälfte mit leichtem Boden, soll für sich als Gründüngungswirtschaft in zwei getrennten Rotationen für schweren und leichten Boden ohne Parzelleneinteilung benutzt werden, indem die Flächen von je 1 ha in jedem Jahre die ganze Frucht des Jahrganges jeder Rotation tragen.
Ca. 60 a sollen dem Reinanbau der hauptsächlichsten Kulturgräser gewidmet werden, und zwar zur Samengewinnung.
Ein landwirtschaftlich-botanischer Garten wird, wenn auch in ganz geringen Quanten, sämtliche landwirtschaftliche Kulturpflanzen angebaut enthalten, welche unter den hiesigen klimatischen und Bodenverhältnissen überhaupt anbaufähig sind, damit die Studierenden in diesem lebendigen,
!) Kartoffeln J-, Hafer, Klee, Winterung, Rüben-f-, Gerste oder Sommerweizen, Hülsenfrucht, Winterung.