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Das Studium der Landwirtschaft
4. Das Stallgebäude (Fig. 9—11) bietet Raum für 20 Haupt Rindvieh, 18—20 Schafe, 6—8 Schweine, 4 Pferde, und ausserdem enthält es einen Isolierstall für 3 Stück Grossvieh, einen Raum zur Anstellung von Molker ei-versuchen und -demonstrationen. einen Keller zur Aufbewahrung von Molkereiprodukten, eine Futtertenne, einen Futterdämpfraum, einen Boden für die Aufbewahrung von Kraftfuttermitteln und einen Boden zur Aufbewahrung von Heu und Stroh und zum Häckselschneiden.
Die Abbildungen zeigen die äussere Ansicht des Stallgebäudes, einen Längsschnitt und einen Grundriss. Der Molkereikeller liegt unter dem Molkereiraume, in welchem Butterfass, Butterkiietmaschine, Centri-fugen etc. Aufstellung linden, und darüber liegt der Boden für Kraftfutter, der durch eine Thür vom Treppenhause aus mit dem Heuboden verbunden ist. Der Eingang zum Molkereiraum führt nicht direkt aus dem Stalle, sondern durch einen Vorraum hindurch, um die Stalldünste von dem Molkereiraume fernzuhalten. Im Kuhstalle hat jede Kuh eine für sich begrenzte thönerne Krippe, um Fütterungsversuche machen zu können; je zwei Kühe haben einen gemeinsamen Tränknapf der Selbsttränkeinrichtung. Die flüssigen Exkremente werden in ausgemauerten, mit Torfstreu beschickten und mit eisernen Gittern zugedeckten Jauchegruppen aufgefangen, welche keinen Abzug erhalten, damit die sorgfältige Ergänzung der Torfstreu besser überwacht werden kann. Die Krippe ist so niedrig gemacht, als es die Anbringung der Selbsttränke irgend gestattet. Die Futter-tenue liegt inmitten des ganzen Stalles, der in sieb durchweg’ offen gehalten ist, nur der Isolierstall und der Pferdestall sind durch massive Wände aus dem übrigen Stall-raume gewissermassen ausgeschnitten. Die Schaf- und Schweineställe haben jeder einen Auslauf in einen Laufgarten, welcher für die Schafe au der Südseite für die Schweine an dem Westgiebel des Stalles liegen.
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Fig. 9. Stallgebäude.
Die Ventilation des ganzen Stalles iindet durch über und unter den Fenstern angebrachte Öffnungen, sowie durch teilweises Öffnen der Fenster und der Thüren statt. Dunstabzüge durch den Heuboden hindurch zum Dachfirste hinaus wurden nicht eingerichtet, nur der Heuboden erhielt solche für sich.
Der ganze Stall erhält eine Wasserleitung, welche durch ein grosses, mit einer Saug- und Druckpumpe zu füllendes Wasserbecken gespeist wird.
Aus Sparsamkeitsgründen wurde vorläufig der Bodenraum über dem Pferde- und Kleinviehstall fortgelassen und statt dessen dieser Teil mit einer Betondecke und einem daraufliegenden Holzcementdach abgedeckt.
5. Die Düngerstätte (Fig. 12) bleibt unbedacht, weil die Jauche, durch die Torfstreu aufgefangen, dem Miste einverleibt wird, so dass ein Abfliessen der Jauche in grösserer Menge kaum stattlinden kann. Damit
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Fig. 8. Schuppen.