﻿an dev Königlichen Universität Breslau.
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Abbildungen von holländischen mul englischen Kaffeeplantagen verschiedenen Alters, eine ■ Sammlung von Kakaobohnen und ihren Verarbeitungsprodukten und Abfällen, zahlreiche tropische Tabake aus Amerika, Asien und Afrika, tropische Nutzhölzer, Zuckerrohr etc. Von tierischen Produkten sind Elfenbein, Schildkrot, Perlmutter, Felle, Gehörne, rohe Straussenfodern. Muscheln etc. vertreten, und die Kiepert'sehe Wandkarte veranschaulicht den deutschen Kolonialbesitz.
Die beiden letztgenannt en Sammlungen wurden vom Referenten begründet , durch Ausscheidung aus der alten Sammlung für Pflanzenbaulehre und durch Zukäufe und Schenkungen wurden sie nicht unwesentlich vervollständigt.
I >ie Arbeitsrichtung des Institutes für landw. Pflanzenproduktionslehre ergielit sich nach der Schilderung seiner Einrichtungen von selbst. Es hat in erster Linie die Aufgabe, alle Fragen der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion, d. h. der Bodenbearbeitung, der Pflanzenernährung, der Pflege landwirtschaftlicher Kulturpflanzen, der Rassenzüchtung etc. vom strengen Standpunkte der Wissenschaft zu bearbeiten, aber gleichzeitig die Fühlung mit den Ergebnissen der landwirtschaftlichen Praxis auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion zu erhalten, zu welchem Zwecke es sehr wertvoll ist, dass eine entsprechend grosse. Fläche als Versuchsfeld zur Verfügung stellt, tun die Resultate des Vegetationsgefässes und der kleineren Parzelle mit den Resultaten des feldmässigen Anbaues vergleichen und wissenschaftlich in Einklang bringen zu können. Gerade diese Möglichkeit verleiht dein ganzen Versuchsfelde einen besonderen Wert, und erleichtert es seinem Leiter nach vielen Richtungen hin, mit der landwirtschaftlichen Praxis der Provinz in Erfahrungsaustausch und befruchtende Wechselbeziehung zu treten und dadurch auch das Interesse an diesen Einrichtungen in der Provinz wach zu rufen und zu erhalten.
2. Das Institut für landwirtschaftliche Tierproduktionslehre.
Mit Übernahme der zunächst nur kommissarischen Leitung des damaligen landwirtschaftlichen Institutes im Herbste 1890 begann Herr Prof. Dr. Holdefleiss in den Räumen der Tierklinik die Einrichtung eines Rasseviehstandes zu begründen, wodurch natürlich die fernere Aufstellung und klinische Behandlung von kranken Tieren aufhören musste.
Der gegenwärtige Bestand von Rassetieren umfasst 15 Rinder und 14 Schafe verschiedener Rassen und Schläge. Mit Überführung des Vieh-standes in den neuen Stall auf dem landwirtschaftlichen Versuchsfelde in Rosenthal soll der Bestand aber auf 20 Rinder und 20 Schafe erhöht werden; auch ist die Haltung von 0—8 Schweinen in Aussicht genommen.
Unter den Rindern sind gegenwärtig folgende Rassen vertreten:
Î ! des schlesischen Rotviehes.
1 Bulb* J
1 8i in ment Haler Kuh,
1	Oldenburger Kuh,
2	rote ostfriesische Kühe,
1 Holländer Kuh,
2*