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an der Königlichen Universität Breslau.
fahren, und vor allem wird dadurch zugleich die Möglichkeit eröffnet, praktische Demonstrationen und Übungen mit der Vorlesung über Molkereiwesen zu verbinden, was bisher leider gänzlich undurchführbar war.
Eine Abteilung des Institutes für landwirtschaftliche Tierproduktionslehre bildet:
Die Tierklinik. Das frühere Veterinärinstitut, welches, wie schon im ersten Abschnitte dieses Aufsatzes angedeutet wurde, im Jahre 1890 als Zweiginstitut zu existieren aufhörte und dem alten landwirtschaftlichen Institute ganz angegliedert wurde, wird seitdem im Nebenamte durch einen praktischen Veterinär verwaltet, d. h. die ganzen Einrichtungen dieses Institutes sind erhalten worden, bleiben aber grösstenteils unbenutzt, und die Thätigkeit der interimistischen Vertretung der Veterinärkunde beschränkt sich darauf, die Vorlesungen über Anatomie und Physiologie der Haustiere und über Veterinärkunde zu halten und soweit als möglich von aussen her lebendes Material für klinische Demonstrationen herbeizuschaffen, um dadurch die Veterinärvorlesungen zu beleben. Da dieses lebende Material aber bisher nicht untergebracht werden konnte, weil in dem ursprünglich dafür bestimmten Stalle das Rassevieh sich befand, so machte es die grössten Schwierigkeiten, klinisches Demonstrationsmaterial für die Vorlesungen zu beschaffen.
Zu den Einrichtungen des Veterinärinstitutes, die noch bestehen, aber so gut wie ausser Kurs gesetzt sind, gehört :
Eine Apotheke für Tierheilkunde, ein Operations- und Demonstrationssaal, ein Amtszimmer mit Bibliothek und Instrumenten, eine Sammlung für Anatomie und Pathologie der Haustiere, ein vollständiger Apparat zur tierärtztlichen Geburtshilfe und Hufbeschlagkunde, und nach Entfernung des Rasseviehstandes aus den Ställen dieses Institutes wird auch der Stall wieder für klinische Zwecke zur Verfügung stehen.
Sollte es einst möglich werden, diesem Institut seine Selbständigkeit wiederzugeben und die Verwaltung im Nebenamte durch die definitive Besetzung mit einem Extraordinarius der Tierheilkunde zu ersetzen, so wäre das im Interesse dieses Institutes und seiner vollen Ausnutzung höchst erwünscht, obgleich ja dankbarst anerkannt werden muss, dass der zeitige interimistische Vertreter bei der Ungunst der Verhältnisse, unter der er zu leiden hat, das Möglichste tliut, um das Interesse an der Veterinärkunde unter den Studierenden lebendig zu erhalten, und dass ihm das auch völlig geglückt ist. Indessen, da der Apparat einmal besteht und bei dieser Organisation brach liegt und auch nicht anders als brach liegen kann, ist eine Beendigung dieses Provisoriums dringend erwünscht. Es würde das allerdings die Anstellung eines Assistenten zur Überwachung der Tierklinik nach sich ziehen (ein Diener ist bereits vorhanden, derselbe versorgt augenblicklich den Rasseviehstand) und vielleicht die Einrichtung eines kleinen Laboratoriums, für welches der Raum auch vorhanden oder ohne erhebliche Umstände zu beschaffen wäre, und last not least die Berufung eines Extraordinarius für Veterinärkunde, welcher etatsmässig und formell vollständig selbständig gemacht werden müsste, wie alle übrigen Institute