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Das Studium der Landwirtschaft
Behufs Fixierung' der verschiedenen Entwickelungsstadien der hier studierten Mikroorganismen ist das Institut mit einem vollständigen und recht guten Apparate für Mikrophotographie ausgestattet, sowie mit einem vortrefflichen gewöhnlichen photographischen Apparate nebst Zubehör.
Zur Illustration der Vorlesungen über Pflanzeiiernälirungslehre ist Herr Professor Stutzer dabei, eine grosse Sammlung von Diapositiven anzulegen, welche er im Hörsaal mit einem Nkioptikon in anschaulichster Weise auf einen weissen Schirm werfen lässt. Der Hörsaal ist zu diesem Zwecke ganz zu verdunkeln, und die Beleuchtung ist so eingerichtet, dass er auch augenblicklich wieder erhellt werden kann.
Von Sammlungen sind hier eine Düngemittelsammlung zu erwähnen, sowie eine Sammlung von Rohmaterialen der Düngerfabrikation und von Kalisalzen, welche in ihrem jetzigen Bestände zum Teil noch von Professor Holdefleiss zusammengebracht worden sind.
Das Personal dieses Institutes besteht ausser dem Direktor aus 2 Assistenten und einem Institutsdiener.
4. Das landwirtschaftlich-technologische Institut, ursprünglich nur für die Forschung auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Technologie, d. h. der Gärungsgewerbe, Zucker- und Stärkefabrikation angelegt. erhielt bei seiner Neubesetzung im Jahre 1890 eine andere Richtung, welche auch unter der jetzigen Direktion beibehalten ist. indem die chemische Technologie nicht nur neu hinzutrat, sondern sogar in den Vordergrund gerückt wurde, sowohl in den Vorlesungen und Übungen, als auch in der Arbeitsrichtung dieses Institutes.
Das Institut verfügt über ein eigenes kleines Auditorium, ein Amtszimmer mit Bibliothek und Privatlaboratorium des Direktors, 2 Praktikantenlaboratorien für Studierende, ein Dunkelzimmer für Polarisation, einen Raum für elektrische und für Gärungsversuche und mehrere Kammern, in welchen sich Apparate, Chemikalien etc. befinden.
Die Sammlungen dieses Institutes sind aus Raummangel grossenteils auf dem Korridor auf Regalen aufgestellt.
Der Direktor des Institutes, Herr Prof. Dr. Ahrens, liest neben den grossen chemisch-technologischen Fächern im Winter über Zucker-, Stärke-und Cellulosefabrikation. im Sommer über die Gärungsgewerbe.
Die Vorlesungen und Praktikantenkurse erfreuen sich regen Besuches,1) wobei allerdings die studierenden Landwirte gegen die Chemiker erheblich zurücktreten.
Das Personal besteht ausser dem Direktor vorläufig nur aus einem lustitutsdiener, indessen stellt die Errichtung einer Assistentenstelle in naher Aussicht.
5. Der Apparat für Kulturtechnik wurde erst durch das schon erwähnte Ministerialreskript vom 1. Juni 1898 neu begründet und mit einem eigenen selbständigen Etat ausgestattet. Bis
') Obige Notizen verdankt Referent grossenteils der freundlichen Mitteilung des Herrn Professor Dr. Ahrens,