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Das Studium dev Landwirtschaft
eine rationelle Wasserwirtschaft und das bei Zunahme des Leutemangels auf dem Lande immer wichtiger werdende landwirtschaftliche Maschinenwesen von sachverständiger Seite eines erfahrenen Ingenieurs von Fach nahe zu bringen und verständlich zu machen.
Damit wären alle landwirtschaftlichen und zweckverwandten Institute mit ihren Einrichtungen in ihrer gegenwärtigen Verfassung und Arbeitsrichtung erschöpft. Zu erwähnen bliebe nur noch die Sammlung für landwirtschaftliche Baukunde (Tafel VII) mit ihren Modellen von Ar-beiterliäusern, Ställen, Scheunen und zahlreichen bautechnischen Einzelheiten, welche als Demonstrationsmaterial für die Vorlesung über landwirtschaftliche Baukunde dient und zu diesem Zwecke von dem Referenten dem Hörsaal so nahe als möglich gebracht wurde. Unter dem Material dieser Sammlung befindet sich manche historisch interessante Einzelheit.
II. Allgemeine Einrichtungen für das Studium der Landwirtschaft.
a)	Der Hörsaal enthält Raum tür 50 Studierende. Er liegt im Hinterhause des Grundstückes Matthiasplatz 5, 2 Treppen hoch und ist seit 1897 von sämtlichen landwirtschaftlichen Sammlungen umgeben, und zwar in der Weise, dass diejenigen Sammlungen, deren Gegenstände am schwersten transportabel sind, dem Hörsaale am nächsten liegen, damit die Benutzung des Demonstrationsmaterials für die Vorlesungen möglichst erleichtert wird.
b)	Das Praktikantenlaboratorium (Tafel VIII) liegt im Erdgeschoss des Vorderhauses. Es umfasst seit seiner Heuorganisation durch den Referenten im S.-S. 1897 zwei Arbeitszimmer mit zusammen zwölf chemischen Arbeitsplätzen, ein Wägezimmer, einen Destillierraum und zwei Vorratskammern. Die Arbeitsplätze für die Studierenden sind mit einem fest bestimmten Geräteinventar ausgerüstet, welches ihnen kostenlos übergeben wird, welches sie aber am Schlüsse des Semesters in vollem Bestände abzuliefern, bezw. das Fehlende zu bezahlen haben, zu welchem Zwecke am Beginne des Semesters jeder Praktikant eine kleine Kaution erlegen muss. Das Praktikantenlaboratorium ist mit den neuesten Apparaten zur Bodenanalyse, Stickstoff-, Phosphorsäure- und Fettbestimmung etc. ausgestattet, es verfügt über vorzügliche Wagen und eine kleine Handbibliothek zum Nachschlagen während der Arbeit.
Als Ergänzung zum Laboratorium dient:
c.) Das Mikroskopierzimmer. Dasselbe wurde auf Veranlassung des Referenten im S.-S. 1897 eingerichtet; es liegt im Vorderhause des Grundstückes 2 Treppen hoch, hat vorzügliches Licht und in maximo neun Arbeitsplätze mit den dazu gehörigen Mikroskopen, Reagentien und sonstigen Geräten und Hilfsmitteln der Mikroskopie; letztere waren schon vorher vorhanden.
d) Die landwirtschaftlichen Bibliotheken umfassen zusammen gegenwärtig etwas mehr als 8600 Bände. Davon entfallen auf die Schriften allgemein landwirtschaftlichen Inhaltes 1960 Bände, auf die allgemeine Landwirtschaftslehre (landwirtschaftliche Betriebslehre, Taxationslehre, Buchführung) 215 Bände, landwirtschaftliche Pflanzenproduktionslehre und Gartenbau 972 Bände, Tierproduktionslehre 818 Bände, landwirtschaftliche Tech-