﻿an der Königlichen Universität Breslau.
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erst erweckt werden, und daher ist es notwendig, ihm diese Sache so angenehm und anziehend als möglich zu machen. Wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen, und wenn das Tuteresse eines Studierenden auch nur durch eine einzelne Zeitschrift gewonnen wird, ist damit schon viel erreicht und die Anknüpfung gegeben, ihn weiter auf das Gebiet geistiger Anregung und Arbeit hinüberzuziehen. Ausserdem aber haben die Institutsbibliotheken den Vorteil von der Reichhaltigkeit der Zeitschriftenausstattung des Lesezimmers, dass sie ebenfalls recht vollständig mit Zeitschriften ausgestattet werden, was für jede wissenschaftlich landwirtschaftliche Arbeit um so wichtiger ist, als die Universitätsbibliotheken für dieses Gebiet in der Regel recht unvollständig zu sein pflegen.
f) Die Sammlungen der verschiedenen Institute dienen nicht nur als Aufbewahrungsräume des für die Vorlesungen erforderlichen Demonstrationsmaterials, sondern sie sind in ihrer neuerdings durchgeführten Aufstellung und Gruppierung des Stoffes, soweit es irgend durchführbar war. so eingerichtet, dass sie auch als Ganzes durch die systematische Art der Aufstellung lehrreich wirken. Sie stellen gewissermassen körperlich das System der einzelnen Zweige der Landwirtschaftslehre dar und können daher sowohl zu Specialstudien, als auch zu Repetitionen von seiten der Studierenden benutzt werden. Jede Sammlung ist an einem Tage der Woche für die Studierenden geöffnet und ohne weitere Formalitäten zugänglich, während Fremden das Betreten der Sammlungsräume nur in Begleitung eines Dieners gestattet ist.
Die in 9 Sälen und Zimmern aufgestellten Sammlungen können und sollen nicht den Anspruch erheben, ein landwirtschaftliches Museum zu sein; dazu sind sie zu unvollständig und lückenhaft. Als Demonstrationsund Lehrmittel stellen sie aber in ihrer jetzigen systematischen Aufstellung ein sehr leicht disponibles und wertvolles Material dar, wie es in dieser Übersichtlichkeit und leichten Zugänglichkeit nicht an vielen höheren Lelir-stätten der Landwirtschaft angetroffen werden dürfte. Die Unvollständigkeit und Lückenhaftigkeit dieses Apparates hängt mit seiner Entstehungsgeschichte zusammen. Als die landwirtschaftliche Akademie zu Proskau 1881 aufgehoben wurde und man an ihrer Stelle an der Universität Breslau einige Lehrstühle für Landwirtschaft und ihre Hilfswissenschaften errichtete und mit Instituten ausstattete, wunderte ein grosser Teil der Proskauer Sammlungen in das Museum der landwirtschaftlichen Hochschule nach Berlin und nur der Rest wurde der Universität Breslau überwiesen. Wenn nun auch inzwischen viel dazu geschafft und manche Lücke zugezogen wurde, so ist doch der Charakter des Unvollständigen bis jetzt leider nicht ganz zu verwischen gewesen, wie der neu angefertigte Generalkatalog jeden leicht überzeugen kann.
In jeder Sammlung ist (‘in Specialkatalog aufgehängt, in welchen jede Ergänzung des Materials sofort nachgetragen wird. Alle ausgestellten Gegenstände sind etikettiert, in Gruppen geordnet und, soweit erforderlich, mit Erläuterungen versehen. Ein kleiner „Führer durch die landwirtschaftlichen Sammlungen der Kgl. Universität Breslau", welcher sich augenblicklich im Drucke befindet, soll den Besucher der Sammlungen