﻿an der Königlichen Universität Breslau.
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kommt, damit der Schwerpunkt der Arbeit nicht in die Erlernung der Untersuchungsmethode, sondern in den Vergleich der Untersuchungsresultate und die daraus sich ergebenden Schlussfolgerungen für die Landwirtschaft verlegt wird.
In diesem Sinne dient dieses landw. kleine Praktikum zur Illustration und Vertiefung einer Anzahl von Vorlesungen, indem es die Gelegenheit bietet, eigene praktisch wissenschaftliche Erfahrungen zu sammeln.
Ausserdem aber werden in demselben eine Anzahl von einfachen Untersuchungen und Vorprüfungen gezeigt und geübt, welche der praktische Landwirt im späteren Leben auch ohne den komplizierten Apparat eines Laboratoriums benutzen kann, sei es. um sich schnell über dieses und jenes,, z. B. den Kalkgehalt des Bodens, den Fettgehalt der Milch, die Keimfähigkeit eines Saatgutes etc., zu orientieren, sei es, um durch eine Vorprobe festzustellen, ob es im einzelnen Falle angezeigt erscheint, eine gründlichere Untersuchung des betr. Objektes bei der nächsten landw. Versuchsstation vornehmen zu lassen.
Demgemäss ist das Arbeitsgebiet, welches in diesem kleinen landw. Praktikum berührt wird, auch vielseitig und scheinbar zusammengewürfelt. Es entspricht das aber der Vielseitigkeit der Landwirtschaft, und da die Zeit, welche für diese Übungen zur Verfügung stellt, nur sehr knapp ist (4 Stunden wöchentlich), so kann aus dem Vielen, was hier in Frage kommen könnte, naturgemäss nur eine kleine Auswahl des nächstliegeuden und wichtigsten getroffen werden.
Der mikroskopische Teil des kleinen landw. Praktikums ist wöchentlich zweistündig und ruht jetzt in den Händen von Herrn Prof. Dr. Holdefleiss, welcher darüber folgende Angaben zu machen die Güte hatte:
„Der Kursus bezweckt, die Studierenden im Gebrauche des Mikroskopes zur Untersuchung derjenigen landwirtschaftlichen Gegenstände zu üben, deren Kenntnis im praktischen Betriebe am notwendigsten ist und deren Beobachtung ohne Aufwand der schwierigeren mikroskopischen Technik durchgeführt werden kann.
Es wird vorzugsweise Wert gelegt auf selbständiges Auffinden und Deuten der charakteristischen Eigentümlichkeiten in den Präparaten und auf das eigene Zeichnen durch die Praktikanten.
Der Kursus nimmt folgenden Verlauf:
I. Untersuchung von Stärkekörnern zur Übung des mikroskopischen Sehens:
a)	Kartoffelstärke,
b)	Weizenstärke, Gerstestärke,
c)	Haferstärke,
d)	Maisstärke.
II. Untersuchung von pflanzlichen Gebilden, welche für die Agrikulturchemie von Wichtigkeit sind.
1. Schnitte von Samenkörnern:
a)	Weizen- und Gerstekorn,
b)	Hafer- und Maiskorn,
c)	Leinsamen,