﻿44
Das Studium der Landwirtschaft
d) Dottersamen,
0)	Kaps,
f) Senf.
2.	Schnitte von Blättern:
a)	Epidermiszellen,
b)	innere Blattzellen,
c)	Spaltöffnungszellen,
d)	Chlorophyllkörner und Zellkern.
III.	Organismen im Wasser.
1.	Farbige Organismen:
a)	Diatomeen,
b)	grüne Fadenalgen,
c)	grüne runde Algen (Pediastrum, Euglena etc.),
d)	Oscillarien.
2.	Farblose pflanzliche Organismen:
a)	Orenothrix,
1)	) Beggiatoa und Septomitus,
c) Bakterien in Wasser.
3.	Tierische Organismen. Infusorien.
IV.	Krankheiten der Kulturpflanzen.
1.	Ustilagineen : Ustilago carbo, Maydis, Keiliana etc.
2.	Tilletiaceen : Tilletia caries, laevis, Urocystis occulta.
3.	Uredineen: Puccinia graminis, straminis, corouata, Uredo, Aecidium.
— Uromyces Fabae, trifolii, pisi, betae etc.
4.	Peronosporeen : Phytophthora, Peronospora, Cystopus.
5.	Erysipheen: Erysiphe communis, Martii, graminis.
6.	Sonstige Pilze: Rhizoctonia violacea, Phoma betae.
7.	Schädliche mikroskopische Tiere: Anguillula, Heterodera.
V.	Untersuchung von Pflanzenfasern: Leinfaser, Baumwolle.
VI.	Untersuchung von Haaren und Wolle.
VH. Mikroskopische Untersuchung von erdigen Schlämmprodukten.“
b)	Das grosse landw. Praktikum wird meist nur von Studierenden belegt, welche eine Promotions- oder sonst eine grössere wissenschaftliche Arbeit unter Händen haben. Daher giebt es für dieses keinen Arbeitsplan, sondern die Arbeit im grossen Praktikum gestaltet sich vollkommen frei in dem Sinne selbständiger wissenschaftlich - experimenteller Forschung und sehr verschieden je nach dem Gebiete, auf welchem die Untersuchungen stattfinden, aber natürlich unter Beratung des zuständigen Fachdozenten.
c)	Die landw. seminaristischen Übungen sind wöchentlich ebenfalls 2 stündig und werden abwechselnd von Herrn Prof. Dr. Holdefleiss und dem Referenten abgehalten, indessen in der Weise, dass sich die Übungen beider Dozenten dem Fache nach geradeso ergänzen, wie die Vorlesungen derselben, d. h. jeder hält seminaristische Übungen aus den von ihm vertretenen Gebieten der Landwirtschaftslehre ab, und um nicht mehr Zeit damit in Anspruch zu nehmen, als wenn das gesamte Gebiet in einer Hand läge, haben sich die beiden hiesigen Vertreter der Landwirtschafts-