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T>as Studium der Landwirtschaft
von Referaten fiber einschlägige litterariselie Arbeiten oder als Darstellung' abgegrenzter Kapitel der in den Vorlesungen behandelten Gegenstände. Kritische Besprechung' und Ergänzung dieser Vorträge in Diskusionsforin;
2. konversatorischer Behandlung besonders interessierender Fragen, und zwar sowohl solcher, welche vom Professor angeregt, als auch solcher, welche von den Studierenden als der näheren Aufklärung bedürftig aufgestellt werden nach ihrer Erinnerung aus den Vorlesungen, den gelesenen Zeitschriften oder aus der Praxis.
Auf diese Weise wird die Möglichkeit geschaffen, dass Studierende aller Semester Anregung finden und sich mit Nutzen beteiligen können.“
Ausser den liier aufgeführten landwirtschaftlichen Übungen finden in Breslau noch d) landwirtschaftlich-bakteriologische und e) land-w i r t s c h a ftlich-te c h nologische P r a kt i k ante n kurse im agrikult ur-chemischen und bakteriologischen und im landwirtschaftlich-technologischen Institute statt.
Dieselben werden aber in der Regel nur von Studierenden besucht, welche mehr als 4 Semester hier bleiben, da es in einem 4semestrigen Studium der Zeit wegen leider ganz unmöglich ist, auch diese Praktika noch mitzunehmen, ausser wenn ganz bestimmte Interessen den Besuch derselben erheischen. So wertvoll und nützlich diese Übungen sind, ist es für die Mehrzahl der Studierenden unerreichbar, dieselben'durchzumachen; immerhin ist es aber sehr erfreulich und zweifellos ein Vorzug der Universität Breslau vor vielen anderen Lehrstätten der Landwirtschaft, dass die Gelegenheit, sich auch nach diesen Seiten hin auszubilden, hier jetzt gegeben ist.
l)ie Exkursionen.
In den Sommersemestern wird bist an jedem Sonnabend Nachmittage von irgend einem Dozenten eine Exkursion in einen Betrieb der landwirtschaftlichen Praxis der Provinzen Schlesien oder Posen unternommen, wobei es sich von selbst versteht, dass als Ausflugsziel nur Wirtschaften gewählt werden, welche als Ganzes oder in einzelnen Betriebszweigen oder in einzelnen Einrichtungen irgend etwas Sehens- oder Lernenswertes darbieten.
Diese Einrichtung bezweckt (abgesehen von Einzelheiten), den Studierenden eine grössere Zahl von landwirtschaftlichen Betrieben vorzuführen, dadurch ihren Blick zu bilden, ihren Gesichtskreis zu erweitern und sie auch bis zu einem gewissen Grade in Fühlung mit der landwirtschaftlichen Praxis zu erhalten. Die Beteiligung an diesen Exkursionen pflegt eine sehr rege zu sein, und wenn die Auswahl der besuchten Wirtschaften mit Sorgfalt geschieht, sind diese häufigen Ausflüge auch zweifellos eine sehr nützliche und bildende Einrichtung.
Im Wintersemester finden dagegen nur vereinzelte Exkursionen in landwirtschaftlich-technologische Betriebe, nach Stätten der Zuckerrübenzüchtung während der Selektionskampagne etc. statt. Die Winterexkursionen verfolgen also mehr Specialzwecke, während die Mehrzahl der Sommer-exknrsionen allgemein landwirtschaftlicher Art ist.