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Das Studium fier Landwirtschaft
In der zweiten Periode:	Der Landw. v. Ber. Gesamtzahl
In	den	Wintersemestern	.	.	27.83	42,16
Sommersemestern	.	.	19,16	30,50.
In der dritten Periode:
In	den	Wintersemestern	.	.	40,16	68,83
„	„	Sommersemestern	.	.	28,40	41,40.
Wenn wir diese Durchschnittszahlen miteinander vergleichen, so isi die durchschnittliche Frequenz an studierenden Landwirten von Beruf ii den Wintersemestern der letzten 6 Jahre etwas höher als in den erster 6 Jahren, aber erheblich höher als in der zweiten Periode; sie ist alsc durchschnittlich die bis jetzt höchsterreichte Frequenz überhaupt. Die Gesamtfrequenz der Landwirtschaftsstudierenden der Wintersemester der letzten 6 Jahre zeigt bei weitem den höchsten bis jetzt erreichten Durchschnitt aller Perioden. Die durchschnittliche Frequenz der Sommersemester steht in Breslau wie überall gegen die Winterfrequenz zurück; die Durchschnittsfrequenz studierender Landwirte von Beruf war in den Sommersemestern der ersten Periode am höchsten, in der zweiten am geringsten und in der dritten steht sie etwa in der Mitte zwischen den beiden ersten Perioden, dagegen hat die Gesamtfrequenz der dritten Periode die der ersten Periode auch in den Sommersemestern fast erreicht und die der zweiten erheblich übertroffen.
Wenn wir also das Gesamtfacit dieser Quantitätsstatistik der Frequenz des Landwirtschaftsstudiums an der Universität Breslau ziehen, so kann man der Wahrheit gemäss sagen, dass die besten früheren Zeiten nicht nur erreicht, sondern zum Teil sogar übertroffen sind, dass nur die Sommersemester noch nicht ganz auf der Höhe des Durchschnittes der ersten 6 Jahre gestanden haben, dass dagegen die Wintersemester der letzten Periode merklich besser gewesen sind. Demnach scheint also das Darniederliegen des Landwirtschaftsstudiums an der Universität Breslau endgültig überwunden zu sein. Die Frequenzzunahme wäre wohl eine noch bessere gewesen, wenn nicht in den letzten Jahren vielfach junge Leute, welche hier studieren wollten, wegen zu mangelhafter Vorbildung häufiger zurückgewiesen worden wären, als früher. Es geschah das, um die Elemente, welche den akademischen Vorlesungen nur mit Mühe folgen können, abzu-stossen, damit nicht die Gefahr eintritt, dass das Niveau der Vorlesungen mit Rücksicht auf diese unter die Grenze des für akademische Vorlesungen Erlaubten herabsinkt. Die Gesamtzahl der Landwirte von Beruf, welche seit 1881 an der Universität Breslau studiert haben, beträgt bis Ende W.-S. 1898/99 1106. die Gesamtzahl der Beleger landwirtschaftlicher Vorlesungen 1664.
Die Quantität des Besuches der landwirtschaftlichen Vorlesungen und Übungen allein genügt aber noch nicht, um sich ein Urteil zu bilden, ob thatsächlich eine Besserung vorliegt, welche eine Kräftigung von innen heraus bedeutet und daher weitere Fortschritte für die Zukunft verbürgt.
Zu diesem Zwecke wollen wir die Statistik über die Zahl der von Landwirten an der Universität Breslau absolvierten Prüfungen zu Rate ziehen, wie nachstehende Tabelle sie uns zeigt.