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Das Studium der Landwirtschaft an der Königlichen Universität Breslau.
Die Frequenz der Examina seit Einrichtung des Studiums der Landwirt-	
Schaft an der Universität Breslau umfasst bis Ende W.-S.	1898/99 im ganzen
Abgangsprüfungen: bestanden .	.	.	13
nicht bestanden .	4
Lehramtsprüfungen: bestanden .	.	.	4
nicht bestanden .	1
zurückgetreten	1
Promotionen: bestanden		7
Habilitationen :	,,			1
Sa.	31
Aus dieser Übersicht geht hervor, dass die Ablegung von Prüfungen	
durch studierende Landwirte seit dem Jahre 1891 erheblich zugenommen hat im Vergleiche zu dem ersten	Jahrzehnt. Denn von	den	ganzen
31 Prüfungen fielen in den Zeitraum	von	.	1881—1890	nur	6, in
den 5 jährigen Zeitraum von.......... 1891—1895	dagegen	10 und
in den 3jährigen Zeitraum von........ 1895—1898	..	15Prü-
fungen. Um die relative Zunahme der Prüfungen zu kennzeichnen, mögen folgende Zahlen dienen:
Von 1881—1890 fielen auf jedes Jahr durchschnittlich 0.6 Prüfungen = 1 % der studierenden Landwirte von Beruf, von 1891—1895 2,0 Prüfungen = 3,34%, von 1896—1898 5,0 Prüfungen = 7,21%.
Diese Zahlen zeigen allerdings die an sich bedauerliche Thatsache, dass von den studierenden Landwirten bis jetzt nur ein geringer Prozentsatz Prüfungen in Breslau ablegt, und dass dieses Verhältnis in Zukunft sich noch sehr ändern müsste, wenn es befriedigen sollte. Immerhin ist aber eine erhebliche Besserung auch in dieser Beziehung nicht zu verkennen, wie die Zunahme sowohl der absoluten Zahl von Prüfungen im Durchschnitt pro Jahr, als auch der' zunehmende Prozentsatz der daran beteiligten studierenden Landwirte von Beruf beweist. Die Zunahme der Prüfungen ist also nicht nur eine absolute, sondern trotz vorher nachgewiesener Zunahme der Frequenz auch eine relative. Ich glaube danach, dass es nicht zu sanguinisch ist, daraus zu schliessen, dass jetzt nicht nur mehr Landwirte in Breslau studieren als früher, sondern dass durchschnittlich von den Landwirten jetzt hier auch länger und rationeller studiert wird als früher, und dass somit alle die Leistungen materieller, organisatorischer und methodologischer Art zur Hebung des hiesigen Studiums der Landwirtschaft, wie sie in diesem Bericht zusammengefasst worden sind, nicht vergeblich gewesen sein können, sondern Früchte zu tragen beginnen.
Möchte die Entwickelung zum Besseren sich ungestört weiter vollziehen, indem jeder, der an diesem gemeinsamen Werke mitzuwirken berufen ist, sich stets bewusst bleibt, dass nur gemeinsame Arbeit nach gemeinsamem Ziele unter Hintansetzung eigener Interessen weitere Fortschritte bewirken kann. Wenn dann die Königliche Regierung die Mittel zur Vollendung des unter schwierigen Verhältnissen begonnenen und jetzt scheinbar in guter Entwicklung begriffeneu Werkes gewährt, kann und wird ein voller Erfolg auf die Dauer nicht ausbleiben.