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Zölffel, Physiologisches Institut der Universität Marburg.
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seitwärts durch ein starkwandiges Ofenrohr in Knieform, welches durch die Dielung reicht
Die Flure sind mit fein scharrirten Sandsteinplatten, .die Thierställe und Hebenräume mit geschliffenen Wesersandstein-platten belegt. Für die Aufnahme des Schmutzwassers bei der häufig nöthigen reichlichen Spülung der letzteren sind in den einzelnen Bäumen Meine, an die Entwässerungsleitung angeschlossene, gemauerte Einfallschächte mit Sehlammfang angeordnet worden, deren Deckel das Wasser am Bande eines gufs-
eisemeri Kähmens durchlassen, während sie in der mittleren Fläche wiederum die Sandsteinplatte zeigen (Abb. 8). Es wird dadurch eine grö-fsere Eisenplatte im Fufsboden vermieden und das Aufsteigen übler Dünste thunlichst beschränkt. Zur zeitweisen Kcinigung	des	Schlammfanges	wird	der	innere Kähmen zu-
gleich mit dom • Stein durch die DurcHafslocher gefafst und abgehoben. Die unter den Plattungen liegenden Thoürohre der vielverzweigten Entwässerungsleitung sind in entsprechend grofse gemauerte Canäle eingelegt, die Wasserzuleitungsrohre- verfolgen zumeist eben diesen Weg, sodafs beide nach Aufhebung der Platten im Falle einer Störung verhältnifsmäfsig leicht zugänglich sind. Im Gas- und Quecksilberzimmer ist zur Erreichung der Quecksilberdichtigkeit der Fufsboden in Terrazzo auf	Betonunterlage	hergestellt	und	nach	dem aus Sandstein
gebildeten Quecksilbersammler geneigt angelegt worden.
Die Decken des Kellergeschosses sind sämtlich durch flache Kappengewölbe aus Backstein gebildet und mit reinem Schlackensand übertragen.
Alle Aufsenflächen der oberen Stockwerke sind mit Sand-steinquadem verblendet, die Schichten abwechselnd 25 und 38 cm tief, sodafs die Hintermauerung aus Backsteinen möglichst mit ganzen Steinen erfolgen ' konnte. Zum Mörtel für das Backsteinmauerwerk wurde Grubensand mit Schlackensand zu gleichen Theilen vermischt verwendet, der letztere ist fast ganz gleichmäfsig, aber nicht feinkörnig und verhütet durch die letztere Eigenschaft das starke Setzen der vielen Mörtelfugen der Hintermauerung gegenüber der geringeren Fugenzahl der Verblendung; die Setzfugen der letzteren wurden so grofs wie die Ziegelsteinfugen gewählt. Auch das Erdgeschofs des Institutes wurde völlig, jedoch in rheinischen Tuffschwemmsteinen überwölbt Da die mit Schlackensand überschütteten Gewölbe die Fufsbodenlast zu tragen haben, und die Widerlagerstärken der Aufsenmauem gering sind, mufsten bei der Ausführung umfassende Verankerungen vorgenommen werden, welche sich in allen Theilen aufs beste bewährt haben. Da die Anker über den Scheiteln der Gewölbe gebalten werden sollten, mufsten dieselben bei der tiefen Kämpferlage die für diesen Fall übliche winMige Form erhalten. Als Deckenstützen wurden im physiologischen Laboratorium vier 0,40 m starke Steinsäulen, im chemischen Laboratorium schlanke eiserne Säulen angeordnet, auch die Decke daselbst wurde auf Eisenträgern durch flache Kappen gebildet, während sonst die Anordnung von Trägem thunlichst
Abb. 8. Einfallschächte für Schmutzwasser mit Schlammfang.
vermieden wurde. Die zur Verspannung dienenden Gurtbogen zwischen den Kreuzgewölben treten nicht an der IJnterfläche der Wölbungen sichtbar hervor, sondern erheben sich über deren Bücken ebensowie die Verstärkungsgurte der weiten Kappengewölbe. Mit Ausnahme der Umgänge des Treppenhauses, die in Tuffschwemmsteinen überwölbt sind, und des Hebentreppen-hauses, welches mit einem halbkreisförmigen eisernen Wellblechgewölbe überspannt ist, sind im ersten Stock Balkendecken ausgeführt, ebenso im Erdgeschofs und ersten Stock des Wohnhauses. Die Decke des Hörsaales wird durch zwei starke Hängewerke getragen; ihre Balken sind behobelt und sichtbar gelassen, während die Flächen der Felder geputzt sind. Ebenfalls durch Hängewerke ist die Innenwand am Instrumentenraume entlastet; hier tragen die Querhängewerke zwei längs liegende Ueberzüge, an welche die zwischen den Bindern befindlichen Deckenbalken in je zwei Punkten auf starken Schrauben aufgehängt sind. Hur das Dach des durch ein Drahtnetz geschützten Oberlichtes ist in Eisen hergestellt Das Auftreten von Schweifswasser wird der Hauptsache nach schon dadurch vermieden, dafs am Fufsringe des Oberlichtes eine, freie Verbindung der äufseren und inneren Luft besteht Um jedoch ganz sicher zu gehen, hat die Firstpfette eine Schweifswasserrinne erhalten. An den Sparren läuft das Wasser bis zur Gesimsabdeckung, die im Innern rinnenartig aufgebogen ist, herab, und bei den Glastafeln wird es unten auf die Oberfläche der folgenden Tafel dadurch' übergeführt, dafs infolge der in der Uebedeckung seitlich angebrachten Kittstreifen die Glastafeln nicht dicht aufeinander liegen. Die Dachdeckung ist in deutschem Schiefer auf Schalung hergestellt, die Kehlen und Giebel-anschlüsse sind sorgfältig ausgeschiefert. Es wurde nöthig, die auf die Lüftungsrohre aufgesetzten Sauger gegen den Wind durch starke Drähte zu sichern, zu deren Befestigung in der Dachfläche vielfach Oesen angebracht werden mufsten. Undichtigkeiten wurden dabei durch Anwendung von Blei verhindert Wie Abbildung 9 zeigt, ist dem Oesenbolzen zunächst
eine Bleitafel a untergelegt Ein zweites Bleiblech b überdeckt diese oben, ist gegen den Bolzen dachförmig aufgebogen und wird an der Aufbiegung durch einen an den Bolzen gelötheten Bleitrichter c geschützt; die" Einrichtung hat sich gut bewährt.
Abb. 9.
Schutz der Dachfläche gegen Undichtigkeit bei Anbringung von Oesen für die Befestigungsdrähte der Sauger auf den Lüftungsrohren.
Soweit es anging, sind die Abluftrohre geradeaufsteigend durch das Dach geführt worden, doch mufsten die Abzüge der Digestorien im chemischen Laboratorium über dessen Decke bis in die im ersten Stockwerke darüber errichtete Scheidewand geleitet werden; dies erfolgte vermittelst glasirter Thonrohre, welche in den Zwickeln der Deckengewölbe zum Theil vermauert sind, im übrigen mit Cement gedichtet wurden. Aehnlich erfolgte die Führung der Abzüge aus dem Schwefelwasserstoff-
raume in die Bohre der Wand zwischen der chemischen Samm-
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lung und dem Operationszimmer im ersten Stock.
Die bei dem Mangel einer künstlichen Lüftung angewandten Luftsauger sind die bekannten Huberschen Windhüte. Sie ka-