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Zölffel, Physiologisches Institut der Universität Marburg.
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das Auditorium beschafft sind, dahin umgehängt werden. Zur Erzeugung des elektrischen Lichtes dient eine dynamoelektrische Compoundmaschine, zu deren Betrieb ein Zwillings-Gasmotor von Otto (Deutz) von drei Pfordekräften beschafft worden ist. Um die Hausleitung vor den Stöfsen des Gasmotors, die ein Zucken der Flammen verursachen würden, zu sichern, sind in die aus dem Hauptgasmesser unmittelbar abgezweigte besondere Leitung für den Motor Eegulatoren eingeschaltet worden, und weil das für den Motor verbrauchte Gas billiger abgegeben wird, ist hier noch ein besonderer Gasmesser aufgestellt
Die Femsprechleitung besitzt Stationen im Arbeits- und Wohnzimmer des Assistenten und des Dieners und im Mi-kroskopirzimmer. Ihre Centralstation befindet sich in der mechanischen Werkstatt und wird vom Mechaniker bedient. Gleichlaufend mit ihr geht die elektrische Klingelleitung.
Nebengebiiude.
Abb. 12. Kellergrundrifs vom Nebengebäude.
Zur Unterbringung von Eis-, Kohlen- und Futtervorräthen, von feuergefährlichen Gegenständen, Säure-, Aether- und Spiritusballons und zur Ergänzung der Thierstallungen wurde ein Nebengebäude, bestehend aus Keller, Erdgeschofs und Dachboden errichtet Es liegt an dem an der Ostgrenze des Grundstückes angelegten Fahrwege, an welchem sich auch die Licht- und Einladeöffnungen für das Kellergeschofs befinden. Im Keller-geschofs liegen nach Norden der Eiskeller, mit zwei Luftisolir-schichten im Mauerwerk, hölzernem, nochmals isolirtem Einhau und Entwässerung unter Wasserabschlufs nach einem bis auf die durchlässige Kiesschicht reichenden Sickerschacht Oeffnungen zum Einbringen des Eises befinden sich in der Decke des Kellers in der Nordostècke und aufsen in der Umfassungsmauer daselbst über Sockel, durch doppelte Holzdeckel und Thüren mit dazwischen gelegter Strohpolsterung geschlossen. Zur Entnahme soll die Oeffnung in der Decke benutzt werden, welche vom Inneren des Erdgeschosses aus durch einen besonderen, mit zwei Zwischenthüren versehenen Zugang erreichbar ist. Auch für die Durchlüftung des Eiskellers vor dessen Beschickung ist durch eine in der Seitenwand des Kellers nach dem Gange zu angebrachte, für gewöhnlich in der oben angegebenen Weise geschlossene Oeffnung gesorgt worden. Der Baum neben dem Eiskeller ist zur Aufbewahrung von Geräthen und zur Unterbringung von zwei Heidelberger Tonnen bestimmt, welche zur zeitweisen Aufnahme thierischer Leichentheile bis zu deren Entfernung dienen sollen. Das Ausbringen der Tonnen erfolgt durch den vor diesem Baume befindlichen Schacht vermittelst Flaschenzuges. In der Mittelachse befindet sich das Treppenhaus, von Kellersohle bis Dachboden führend, und der übrige Kellerraum
ist zur Aufnahme der Brennmaterialien und der Yorräthe an Kraut und Büben für die Thiere bestimmt.
Im Erdgeschofs befindet sich neben dem oben erwähnten Zugänge für den Eiskeller ein geräumiger Stall zur Beobachtung eines gröfseren Thieres (Pferd oder Bind), welcher Baum bieten mufs für die Verrichtungen beim Werfen des Thieres und für eine gröfsero Anzahl ,von Beobachtern. Der Baum ist behufs sorgfältiger Eeinigung mit feinen Sandsteinplatten belegt; für längeren Aufenthalt des Thieres wird reichlich gestreut. Bechts und links vom Treppenhause liegt je ein Baum zur Unterbringung von Vögeln, Hühnern, Tauben, Gänsen, in je besonderen üblichen Ställen und von kleineren Vögeln in Nistkästen einerseits und für Meerschweinchen und Kaninchen anderseits. Vor beiden Stallungen sind, durch niedrige Thüren vom Gebäude aus zugänglich, Käfige von 2,5 m Breite und 4 m Länge im Freien angebracht, die zur Beobachtung des Verhaltens operirter Thiere im Freien dienen. Ihr aus Kiesschüttung hergestellter Fufsboden besteht nach unten aus immer gröberen Stücken,
Pferdosta.lt.
Abb. 13. BrdgesehofsgrundriÊ vom Nebengebäude.
unter denen Schichten aus geschlagenen Steinen folgen, welche das eindringende Begenwasser nach einem Entwässerungsschacht abführen. Bei der freien Lage der Käfige mußte außerdem einerseits Schutz gegen das Eindringen von Batten und Baub-thieren, anderseits auf das Unterwühlen der eingehegten Thiere Bedacht genommen werden. Zu diesem Zwecke wurde der untere Theil aus 1 m hohem Wellblech hergestellt, welches durchschnittlich 0,70 m tief in das Erdreich hinabreicht. Die senkrechten, aus A-Eisen gebildeten Pfosten sind in Steinwürfeln, die unter der Unterkante dieser Wellblechumfassung liegen, eingelassen, ebenso befinden sich die wasserabführenden Stein-schlagschichten in dieser Tiefe. In der Mitte der Käfige ist ein Sandsteintrog mit kleinem Springbrunnen und Wasserabflufs zur Versorgung der Thiere mit frischem Trink- und Badewasser angebracht Endlich liegt an der Südseite, von aufsen zugänglich, der Baum für die Ballons,, die in eisernen Kippgestellen aufgestellt sind. Der Dachraum dient zur Unterbringung von Trockenfutter, Kisten usw. Das Gebäude ist massiv aus Sandstein, wie das Hauptgebäude, jedoch in den Flächen nur ham-merrecht bearbeitet ausgeführt, das Kellergeschofs wurde mit flachen Kappen aus Backsteinen überwölbt, der Eiskeller hat doppeltes, mit Luftschicht versehenes Gewölbe erhalten.
Von den Nebenanlagen ist der für die Beobachtung operirter Thiere bei ihren Gehversuchen in Gröfse von 10:3m angelegte Hundehof zu erwähnen, welcher glatt geplattet und mit eiserner Einfriedigung versehen ist. Ferner der Froschteich (Abh. 14). Er besitzt einen lichten Durchmesser von 4 m und eine Tiefe von 1,50 m bis zum Wasserspiegel. Der obere Band