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$ie lt>iffenfc£)aftlic£)en ©runblagen ber ©aatjuctjt in ®eutfc£)Ianb.
unb u. a. im Hörigen gaßre 22 000 ®pemplare Söwenmaul gezogen £>at, um baran bie Sererbung ju ftubieren, wieg aber nach, baß Söintlerg Pflanje bod) tein wirtlicher Saftarb fei. Saur ïjatte nämlich Weißbunte Pelargonien unterfudjt unb gefnnben, baß nicht bloß ber meiße Slattranb au§ gellen befteßt, in benen bie ®ßlorophhtt£örner ungefärbt finb, fonbent baß bie g an je Pflanje mit Slattern unb Stengeln fojufagen in einer §aut bon farblofen gelten ftedt, baß unter ber färb» lofen §aut geioiffermaßen bie grüne Pflanze ali jloeiteê gnbibibuum fifct ober baß, wenn Sie einen gröberen Sergleid) wollen, eine grüne Pflanze fid) einen Überzieher au§ farblofen ober weißen gellen angezogen hat. Sin ben Stetten nun, Wo bie weißen farblofen Stetten aufeinanber liegen — ba§ ift am Staube ber gatt — muß natürlich bie garbe weiß erfcßeinen, wäijrenb fie weiterhin grün ift, weil biefe garbe	burd) bie farblofen gellen ßinburdjfchimmert. ®r	fanb	ferner bei
Kreuzungen	jwifdjen grün= unb weißbunten	Pelargonien, baß	einige	ber Stach«
fommen mofaifartig grün unb weiß waren,	manchmal genau	ßalb grün, halb
weiß, alfo	wie bei ttßinflerg Sßimären,	bie linle §älfte	War	grün, bie
redite Weiß, unb er fcßloß baraug, baß aud) ber Saftarb Solanum tubin-gense lein eigentlicher Saftarb, fonbern nur eine (Stjimiire fei, eine fog. Periflinal* tßintäre.
®g würbe zu weit füßren, hier nä ß er auf bie intereffanten erblichen Slbänberungen einzugehen, bie burd) Serwunbungen entfteßen tonnen. Slaringßem erhielte 3. S. burd) einen ®infd)nitt in ben Stengel eineg fpät reifenben Ptaifeg einen früh* reifen SJtaig.j1 2) ®benfo wenig tann id) mid) ï)ier auf bie Sebeutung ber garb en für ben gücßter eintaffen, einmal, Weil wir barüber noch wenig wiffen, jweiten§, Weit ich erft am 3. gitli 1910 in -ôatte in ber ©efettfdjaft für beutfcße Pflanzenzucht barüber gefprocßen habe.3) gnzwifcßen ift eine intereffante Slrbeit bon Dr. med. Üîebcliffe Sataman in Sarleß bei Êambribge, ®nglanb, erfcßienen: „Über bie Sererbung ber garbe unb anberer Sßarattere bei ben Kartoffeln".3) ®r Weift nach, baß Purpurn bominiert über iftot unb über äöeiß.
S)ie wichtige grage: ©ibt eg eine Sererbung erworbener ßigenfcßaften? befpricßt §ugo giftßer in populärer gorm in Potoniog Staturwiffenfcßaftliiher Sßocßenfchrift.4). ®r tommt, Wie ich, bem Schluß, baß eg ftetg äußere ®in* wirtungen finb, Welche ben Stnftoß geben. ®§ ift bie Seeinfluffung be§ Stoff» wecßfelg, unb biefe Wirb bebingt burd) äußere llmftänbe: Mima, Soben, Süßt. Slud) M b. Sitmler fagt in feinem Stuf faß „Über Sebeutung unb Ptetßoben ber Saatzucht" in SOtenßel unb b. Sengerteg Sanbw. Kalenber für 1911, II. S. 69, baß jebe güdjtungSweife ein Probutt ber Statur (Mima, Soben, Mdturjuftanb ufw.) unb ber auf fie berwenbeten zücßterifchen Slrbeit ift. — 2Benn be Srieg beobachtete, baß au§ Samen, bie länger alg über einen Sßinter gelegen l^aben, häufiger
1)	Comptes rendus d. l’Acad. d. sciences 1906 Sb. 113 ©. 245. 'Referat in 33iebermann§ Gentralbl. f. Slgritulturdjemie 1907 @. 788.
2)	®er SSortrag ift abgebrudtt in güt)ting§ laitbw. gtg. 1910 @. 610 unb mit ber ®i§tuffion in bem non <B. ßüt) le tjerauêgegebenen Beliebt über bie 1. SBanberberfamntlung b. ©efeEfcp. für görbcrung beutfdjer Pflanzenzucht. Berlin 1911 ©. 61.
3)	Journal of Genetres vol. I Sir. 1, 18. Slob. 1910, Sambribge.
4)	Sir. 47 unb 48, 1910.
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