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®ie Dubilciumêtagung 1910 3U SScvlitt. ®aatjucf)t=3tbteilung.
2SiertenS in ber ißtjpfiologie ober ber Seljre Don ben Munitionen ber einzelnen iPftanjenorgane, inSbefonbere bon itjren ßeiftungen. §ierju gehören and) bie 23e= ft äu bungSbertjältniffe, ferner bie 2)ererbungSberf)ä[tniffe, furj aßeS, maS toit beute Siologie 31t nennen pflegen.
Streng taffen fid) bie hier ©ruppett nicf)t boneinanber trennen, unb id) miß fie and) im fotgenben nictjt einjeln betjaubetn, ba fie ju fetjr ineinanber über* greifen.
Steine Herren, biefe hier berfdjiebenen ©ebiete mären fdjon fetjr geförbert, al§ unfere S. ß. ®. entftanb, unb gerabc bie crfte Saatjudjtaugftellung in grants furt a. 3Jt. im Satjre 1887 beroieS, baß bie ßetjreu ber 2Biffenfct)aft bon tüd)tigen KRannern ber IßrapiS bereits benutst mürben. ©S ift intereffaut, ben Seridjt über biefe erfte SluSfteßung ber S. ß. ©. im Saljrbud) 2 ju lefen. 2Bir finben ba fctjon Söitfjetm tftimpau mit feinen ßreujungen, mir finben Seftetjorn unb ber* fctjiebene anbere, mir finben bor aßen Singen and) unfere Ifeute nodj tätigen Sr emit be SBefeter unb §eine, 35 e f eï er mit feinen berfdjiebenen Stämmen bon SBeijen unb fogar fd)on mit SSadproben, bie bamatS ein außerorbentlidjeS Sluffetjen erregten.
2Bentt mir bie Sadje alfo grünbtid) betjanbeln moflen, müffen mir etmaS meiter jurüdgetjen atS bi§ jum Saljre ber ©rünbung unferer ©efeßfctjaft. Qd) möd)te 3t)nen borfdjtagen, brei tßerioben ju unterfdjeiben:
erftenS bie 3eit bor ber ©rünbung ber ©efeßfdjaft, etma bon 1870 ab bi§ 1885,
3toeitenS bie 3eit bon 1885 bis 1900 unb als
britte Ißeriobe bie Seit bon 1900 bis jefit.
1. Sie Seit bon 1870—1885.
(Einer ber midjtigften fßunfte bei ber Saatjudjt, fpejieß bei ber ©ctreibeguctjt ift e§, 31t miffen, mie bie SeftäubungSbertjaltniffe fiub. Sie erften genauen Sîeob* acßtungen bei ÜBei^en, Dioggen unb ©erfte madjte in biefer tBe^ietjung ber Italiener Selpino int Satire 1871, unb jtoar beröffentlidjte er fie in bent menig befannten Journal: „33ußetin beS Sanbmirtfdjaftlidjen iöereinS 3U tparma1)- Setpino fanb beim fftoggen grembbeftäubung, obmotjl jufäßige Setbftbeftäubung nidjt gan§ auS* gefdjtoffen mar; ber liegen in ber tBlütejeit fei batjer fetjr nachteilig. Offene 2Beijen= blüten tonnte er tnerfroürbigermeife auf bent Selbe nie finben. 211S er aber Stfjren abfctjnitt unb inS 28 a ff er fteßte, fab) er, baff fie ptößlid) fidj öffneten, Dom ißoßen fiel 13 auf bie eigenen Starben, z/3 in bie ßuft unb bie Sßüten blieben eine 2Hertel= ftunbe lang offen.
©in Satjr barauf beröffentlidße ber tjeute noct) tebcnbe über 80 Satjre alte ©et). §ofrat IÇrofeffor Dr. §ilbebranb2) in ^x'eiburg int 23reiSgau intereffante „Söeobactjtungen über bie SSeftäubung ber ©räfer." @r unterfudjte über 100 oer= fctjiebene ©raSarten unb fanb namentlich audj bie bon Selpino gemadjte 23eob* adjtung, baff im aßgemeinen bie Srembbeftaubung beim loggen bie fftegel fei,
1)	Delpino, Sulla dicogamia vegetale e specialmente su quella dei cereali, in Bollettino 3 unb 4 1871 del Comizio agrario Parmense. §err Dr. Slntonio JBijjojero in Sßarnta ßat bie große ©üte gcljabt, mir bie felteneu Slumtnern 3U leiben.
2)	©. fpilbebranb in 9Jlonat§berid)ten ber jpreuß. 3lfab. b. SBiffenfrfjaften SBerlin, 1872, S. 737-764.