﻿104	Sie S'ubtl&uitiëtaguitg 1910 gu SBevltn. ©aatjudU=Slbteiimig.
ißftange in ber erften Seit nad) bem Aufgang trübe» unb füïjle» SBetter burdjmadjt, fo baf) man alfo bei größerem ißflanggut eine größere Sidjertjeit ïjat. 3nbef|en meinte er, bafj ber ÜDtetjrertrag bei großem ißflanggut unter feïjr günftigen 2Jer= tjältuiffen ebentueïï audj auffjoren tonne, fo bafj man mit mittlerem Saatgut baSfelbe erreidje.
3m 3atjre 1876 befprad) Stimpau1) ba§ Sluffdjiefien ber Dtuntelrüben unb ergänzte feine SJtitteitungen im Satjre 18802); er meinte — unb ba§ ift ja Ijeute bie allgemeine Slnfidjt —, baff bie milbe Stammform ber Stuntelrübe einjährig fei unb baf) bemnad) Sttabi§mu§ bortiege, menn ba§ Sluffdjiefjen im erften 3a^re ein= tritt. 3$ tnödjte tjiergu bemerten, baff nad) ben SJtitteilungen meine§ früheren Stffiftenten, be§ öerrn Dr. Hermann Stoff in ÜDtündjen, ber mehrere 3aïjre in Palermo am Slotanifdjen ©arten tätig mar, bie milbe Stuntelrübe, bie an ben lüften Sigilien» bortommt, nidjt einfätjrig, fonbern au§bauernb ift, fo baff mir nidjt birett bon Sltabiëmuê reben ïôitnen. SJiefe Stage ift alfo nod) nidjt entfdjieben. Strcangeli, ein itatienifdjer S3otanifer, brüdt fid) in feiner „Flora italiana“ nidjt gang ftar au§; er gibt für bie Stuben beibe§: einfäbjrig unb auSbauernb an. Stimpau gelang e§, au§ fogenannten Strohern, atfo Samenrüben, bie im groeiten 3atjre nidjt in Saat fdjiefjen, eine Stoffe 31t jietjen, bie faft gar nidjt fdjojjte. ©tüdlidjermeife gibt e» aber nidjt biete Siroter, mie Syriern in grumirtljê „3üdj* tung ber $ulturpftangen" 23b. 4, 2. Stuft. 1910, S. 454 bemerft. 23riem tjat ferner 1893 nadjgemiefen, bafj eine Stübe meljrmal§ Samen tragen tanu. Sitte Stutoren ftimmen barin überein, bafj man, um Sluffdjufj gu bermeiben, nidjt 31t geitig fäett barf, baf3 ferner ber 2Öedjfel bon Slrodenljeit unb Staffe ben Stuffdjufj begüuftigt, mie e§ auch bei anberen ißflangen: Jîotjl, SJtotjrrüben ufm. ber galt ift.
3m 3aljre 18773) fdjrieb Stimpau feinen Stuffatj: „Südjtung neuer ©etreibe= barietäten" unb befprad) babei fritifdj bie Jöeftäubungsbertjättniffe, ob Selbft= beftäubung möglid), ob banebeu aud) fyrembbeftäubung bortomme, ob letztere bor* teittjaft fei ufm. ©r ftettte bie Srembbeftäubung beim Stoggen, bie Setbftbeftäubung, aber and) teilmeife granbbeftäubung beim SBeigeu feft. ©erfte unb §afer tjatte er bamal§ nod) nidjt unterfudjt.
3m gleidjen 3af)be beröffentlidtjte Stimpau feine forgfättigen Skrfudje über bie Setbftfterititat be§ 3toggen§. (3ttjieï§ Sanbm. 3atjrbüdjer Sb. VI 1877, S. 1073).
$ann folgt bei itjm eine ißaufe bon fünf 3afmen; 1882 erfcbjieu fein Stuf fab über ba§ Stütjen be§ ©etreibe»4), unb ein 3al)r barauf lief) er im Sanbmirtfdjaftlidjen $alenber bon ÜDtentjel unb b. Sengerfe 1883, II. Steil feinen midjtigen Stuffatj: „Südjtnng auf bem ©ebiete lanbmirtfdjaftlidjer ßuliurpflangen" folgen.
3d) glaube, baß burd) biefen Sluffatj gum erften SJtale bie Slufmerffamteit ber prattifdjen Sanbmirte auf bie Sebeutung ber Südjtung tnefjr tjingelenft morbett ift.
ßurg bortjer, im 3dtjre 1881, mar ba§ midjtige Söert über bie Saftarbierung bon Dr. 2ö. £). Sode, ber tjeute nod) in Sremen lebt, erfdjienen: ,,2>ie *Pflangeu= mifdjlinge", Serlin 1881. Sode füljrte tjier guerft bas Sßort „denien" ein, ba§ tjei^t Seränberuttgen, bie an ber DItutterpflange nad) ber Sefrudjtung erfolgen, mie
1)	Sljiefâ Saitbiu. 3aljrb. S5b. V, ©. 31.
2)	StïjieïS Sanblo. Datjrb. S8b. IX, @. 191.
3)	StfjielS Satxbto. ^fafjrb. Söb. VI, @. 193.
4)	Sljtelä fiaubto. ffaijrb. 33b. XI, ©. 875.