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EIN EINFACHES VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DER DAUER ETC.
Strom hinsichtlich des ersten haben soll, ist nicht von Bedeutung, doch gelingt der Versuch immer besser, wenn beide Ströme dieselbe Richtung haben. In letzterem Falle ist es notwendig die Ankerplatte des Deprez’schen Signals mit einem feinen Gummifaden zu überbinden, damit zwischen der Ankerplatte und dem Elektromagnet eine dünne elastische Zwischenlage vorhanden sei.
Identische Besultate erhält man hei Benutzung des Metronoms anstatt der Stimmgabel, wenn eine längere Zeitdauer verzeichnet werden soll.
Zum Schluss bemerke ich, dass dieses von mir vorgeschlagene Verfahren schon seit mehr als zwei Jahren im Laboratorium des Physiologischen Instituts der Kais. Universität zu Moskau mit Erfolg angewandt wird.
Chemische Untersuchung der Hexeuuiilch.
Von S. G. Tschassownikow,
aus dem physiologischen Institute der Kaiserlichen Universität zu Moskau.
Wie bekannt, findet bei allen Neugeborenen beiderlei Geschlechts in den ersten Tagen nach der Geburt ein Anschwellen der Brustdrüsen, so wie die Ansammlung in denselben einer Flüssigkeit statt, die beim Drücken herausfliest. Die Menge dieser Flüssigkeit wird nach und nach grösser, erreicht ihren Höhepunkt am Anfänge der dritten Woche und geht dann zurück, so dass in der fünften Woche kein Tropfen davon mehr zu erlangen ist.. Da ein solches Anschwellen der Brüste oft der Ausgangspunkt eines Entzündungsprocesses (Mastitis neonatorum) ist, so hat die Frage über die Natur dieser Flüssigkeit, der sogenannten Hexenmilch, die Aufmerksamkeit der praktischen Aerzte schon früh auf sich gelenkt. Zum Zweck der Beantwortung dieser Frage wurden aber auschliesslich microscopische Untersuchungen angestellt. Diese letzteren zeigten, dass die in den Brustdrüsen der Neugeborenen sich ansammelnde Flüssigkeit Milchkörperchen, Milchkügelchen, Colostrumkörperchen, Leuko-cyten, kurz alle diejenigen Bestandteile, die in der gewöhnlichen Frauenmilch enthalten sind, in sich schliesst *)• Im Gegensatz zu den zahlreichen microscopischen Beobachtungen war die chemische Zusammensetzung wenig berücksichtigt worden, so dass es in der Literatur nur drei quantitative Analysen der Hexenmilch giebt. Die eine, und zwar die älteste, wurde von Häuf* 2) ausgeführt, die zweite von Quevenne 3), die letzte und zugleich ausführlichste
*) Ausführlicher s. N. Jablokow: jo^Ka“. ftnec. M. 1892 r.
2) Schlossberger: Untersuchung
„0 mojohhoh æeaeot Bt nepioAt OTA'UieHia ykTCKaro Moder sog. Hexenmilch. Annal, der Chemie und Pharmacie
Bd. XI. 1853.	.	.... , . . , v
3) A. Gübler: Ueber die Absonderung und Zusammensetzung der Milch bei den -Neugeborenen. Journ. f. Kinderkrankh. 1856. Bd. 27.