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ZUR FRAGE UEBER DEN BAU DES MAGENS BEI DER FLEDERMAUS
befindlichen Zieselmäusen und der Fledermaus der Unterschied zwischen den verschiedenen Arten von Drüsen, von denen Oppel im Hinblick auf die Zieselmäuse, Nussbaum in Betreff der Fledermäuse, spricht, verschwindet. Bei den Zieselmäusen erscheinen die zwei ersten Arten von Drüsen während des Winterschlafs um ein Drittel kürzer als im wachen Zustande; zwischen denselben ist in der Grösse fast kein Unterschied zu bemerken. Die langen Drüsen der im Winterschlaf befindlichen Individuen sind anderthalbmal grösser als diejenigen der ersten zwei Arten. Bei der Fledermaus haben beinahe alle Magen-drüsen die gleiche Länge. In allen Gegenden des Magens trifft man kurze Drüsen und solche, die diese um ein Sechstel an Länge übertreffen. Sowohl bei den Zieselmäusen, als bei der Fledermaus sind alle Magendrüsen abgeplattet. Eine Verdickung in den Stellen, wo sich die Drüsen befinden, ist nicht vorhanden.
Im Gegensatz zu dem, was Rollet und Bonnet darüber sagen, habe ich gefunden, dass der Bau der Drüsen bei den im Winterschlaf befindlichen Zieselmäusen und der Fledermaus ein normaler ist, d. h. dass Hauptzellen sowohl als Belegzellen vorhanden sind. Nach Prof. M. Nussbaum’s Beobachtungen soll das blinde Ende der Drüsen des Magengrundes bei den Fledermäusen meistenteils aus Hauptzellen bestehen, zwischen denen in vielen Fällen Belegzellen eingebettet sind, ln dem mittleren Teile der Drüsen sollen dagegen Belegzellen vorherrschen, zwischen denen Hautptzellen anzutreffen sind. Die mit einem breiten mittleren Teil versehenen Drüsen sollen in dieser Gegend mehr Hauptzellen besitzen. Meinen Beobachtungen nach ist der Durchmesser aller Drüsen bei der winterschlafenden Fledermaus beinahe gleich. Drüsen mit erweitertem Mittelteil giebt es .nicht. Ferner macht sich eine Regelmässigkeit in der Anordnung der Haupt- und Belegzellen in der Längerichtung auch nicht bemerkbar: wenn man eine ganze Reihe von Schnitten betrachtet, so trifft es sich, dass man zwei neben einander liegende Drüsen sieht, von denen die eine in ihrem mittleren Teil mehr Hauptzellen, die andere mehr Belegzellen enthält. Dasselbe kann auch von dem blinden Ende der Drüsen gesagt werden. Bei den Zieselmäusen sind zur Zeit des Winterschlafs die Hauptzellen der Magendrüsen in die Länge gezogen und an den Seiten zusammengedrückt; der Inhalt derselben ist sehr schwach markirt. Protoplasma in Gestalt einer hellen körnigen Masse liegt nur um den Kern herum. Die Kerne sind grösser als bei den wachenden Tieren; dieselben sind körnig und ihre Grenzen nicht scharf bezeichnet. Bei der im Winterschlaf befindlichen Fledermaus sind die Hauptzellen in der Längenrichtung der Drüsen mehr langgezogen als wie es, nach M. Nussbaum's Zeichnungen zu urteilen, bei wachenden Individuen der Fall ist. Der Inhalt der Hauptzellen ist ein verschiedenartiger. Es giebt Zellen, welche fast ausschliesslich mit Körnchen angefüllt sind, und solche, die ein helles, homogenes Plasma mit sehr wenigen in dasselbe eingebetteten Körnchen enthalten. Einige Körnchen der ersteren dieser Zellen erscheinen (mittels Pigmentkörnchen) gefärbt. Die Kerne beider Arten von Zellen haben wenig scharfe Umrisse; es scheint, als zerflössen sie im Protoplasma der Zellen. Wenn man eine Reihe von Präparaten studiert, so kommt man zu der Annahme, das die Verschiedenheit in der Granulation der Zellen sich durch