﻿FRAGE FEBER DEN BAU DES MAGENS BEI DER FLEDERMAUS
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den verschiedenen Grad der in denselben vorgegangenen Veränderungen erklärt. Die Belegzellen der winterschlafenden Zieselmäuse und Fledermaus sind kleiner als hei den wachenden Tieren; das Protoplasma derselben füllt die Zeile besser aus und erscheint weniger flüssig als dasjenige der Hauptzellen. In dem Plasma der Belegzellen nimmt man hei den Zieselmäusen Granulationen wie in den Hauptzellen wahr.
Bei der Fledermaus erscheint das Plasma gewöhnlich gleichmässig homogen; Körnchen trifft man verhältnissmässig selten. Die Kerne der Belegzellen sind hei den Zieselmäusen kugelrund, granulirt, ohne scharfe Umrisse; bei der Fledermaus sind Form und Bau der Kerne wie bei den Zieselmäusen, doch sind die Umrisse der Kerne schärfer. Manchmal enthalten die Belegzellen der Zieselmäuse sowohl, wie der Fledermäuse anstatt eines Kerns zwei, die augenscheinlich durch Zerfall des ursprünglichen Kerns entstanden sind. Die Färbung der Belegzellen bei beiden von mir untersuchten Formen ist eine intensivere als diejenige der Hauptzellen.
In dem Blute im wachen Zustande befindlicher Zieselmäuse ist es mir gelungen vier Hauptarten von weissen Körperchen zu unterscheiden: 1. Lympho-cyten; 2. grosse Zellen (dreimal grössere als die roten Blutkörperchen) mit rundem, sich schwach tingirendem Kern; 3. polymorphe Zellen; 4. eosinophile (Körperchen mit grobkörniger Granulation, die mittels saurer Anilinfarben, namentlich Eosin, leicht tingirt wird).
Das Blut der im Winterschlaf befindlichen Zieselmäuse unterscheidet sich, wie aus meinen Beobachtungen folgt, von demjenigen der wachenden Tiere. Vor allem ist die Menge der roten Blutkörperchen hei den ersteren weit geringer als bei den letzteren, und zwar kommen bei jenen auf je 1. Cbmm. ungefähr 2 Millionen, bei diesen bis 7 Millionen derselben. Die Zahl der weissen Blutkörperchen ist während des Winterschlafs auch eine weit geringere als zur Zeit des Wachens. Unter den weissen Blutkörperchen habe ich folgende con-statiren können: 1. eosinophile, welche 3/4 der ganzen Menge der weissen Blutkörperchen ausmachen; 2, weniger als die der eosinophilen und auch weniger als im wachen Zustande ist die Zahl der Zellen mit sogenannten polymorphen Kernen; diese Zellen enthalten bald einen granulirten Kern, bald zahlreiche Kerne. Bei den schlafenden Zieselmäusen fand ich weder Lymphocyten, noch Zellen mit runden Kernen.
Ausserdem muss noch erwähnt werden, dass Leukocyten, die im normalen Zustande der Tiere oft in dem Zwischengewebe des Magens vorhanden sind, bei winterschlafenden Zieselmäusen und bei der Fledermaus in demselben nicht beobachtet worden sind *).
*) Ein Teil der oben angeführten Thatsachen wurde von mir in russischer Sprache veröffentlicht. Annales de l’Institut agronomique de Moscou. 1896.