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U EBE R DIE GENETISCHE BEZIEHUNG ZWISCHEN AMITOSE U. MITOSE.
wäre noch möglich in diesem mittleren Teil des Kernes eine Andeutung auf eine Centralspindel zu sehen und in diesem Bilde etwas an Karyokinese mit Bewahrung der Kernmembran bei den Protozoen Erinnerndes wahrzunehmen. Doch kann ich darüber jetzt noch nichts Gewisses sagen. Für den Fall jedoch, dass diese Vermutung eine gegründete wäre, würde das nur noch mehr zu Gunsten der genetischen Beziehung zwischen den beiden Formen der Zellteilung sprechen.
Auf Bildern, die an directe Teilung erinnern, kann man, obwohl selten, auch in spätem Stadien des Furchungsprocesses der Eier bei den Knochenfischen stossen. Die Sache ist die, dass wenn in früheren Stadien vorzugsweise Amitose und nur ausnahmsweise Karyokinese beobachtet wird, in späteren gerade das Gegenteil, d. h. Karyokinese, vorherrschend wird und Amitose zu den Ausnahmen gehört. Als Begründung alles oben Gesagten will ich über diese Ausnahmsfälle einige Worte sagen.
Fig. 5, die ein späteres, zur Gastrulation näheres Stadium dastellt, lässt vermuthen. dass es sich hier um eine Teilung des Zellkörpers und Zellkerns durch Amitose handelt. Die Zeichnung wurde aus einer ganzen
Reihe von Schnitten combinirt um ein volles Bild von Amitose unter Mitwirkung von Attraction.ssphären gewinnen zu können. Von den früheren unterscheidet sich diese Zeichnung dadurch, dass hier der Kern typischer gebaut ist, indem er durch die Gegenwart von Chromatinkörnern stärker gefärbt ist und eine Kernmem-bran besitzt. Die Centrosomen erscheinen in Gestair von kleinen einzelnen Körnchen, die in dem Ausgangscentrum der protoplasmatischen radialen Strahlen liegen.
Die Kerne liegen mit ihren zu der sich bildenden Zellwand gerichteten Seiten so nahe aneinander, dass hier zweierlei Auslegungen möglich sind, nämlich dass entweder die Trennung schon stattgefunden hat, oder dass dieselbe noch vor sich geht. Doch giebt es hier keinen mittleren Kernteil, der mit der allgemeinen Zellmasse Zusammenflüssen und nicht zum Aufbau der Tochterkerne dienen würde, so dass in diesem Fall das Bild der Amitose ganz ihrer typischen Form entspricht.
ln diesem Sinne sind auch die Bilder im Parablast eines späten Stadiums der Teilung interessant.
Fig 6 stellt ein Stück eines solchen Parablasts vor, in welchem <a» eine directe Kernteilung unter Mitwirkung von Attractionssphären und mit einem Mittelstück des Kernes darstellt, welches schwach gefärbt ist und augenscheinlich in der es umringenden Masse verschwinden wird. Noch besser ist solches auf Fig. 7 zu sehen, wo auf den Kern nur zwei Sphären einwirken und derselbe, symmetrisch ihrer Anziehungskraft folgend, in 2 Teile zerfällt, so dass auch hier zur Bildung der 2 Tochterkerne nur die am Rande gelegenen Teile dienen ,b ). Unter <b> (Fig. 6) ist ein-Kern abgebildet, der bereit ist sich unter der Wirkung zweier in entgegengesetzter Richtung denselben anziehender Sphären zu teilen. Solchen Bildern begegnet man im Parablast oft. Es muss im Allgemeinen bemerkt werden, dass man bei näherer Betrachtung des Para-