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UEBER DIE GENETISCHE BEZIEHUNG ZWISCHEN AMITOSE U. MITOSE.
Kern. Derselbe offenbart die Neigung in kleine Bläschen zu zerfallen und besteht an seinem oberen Ende aus einem Chromatinstäbchen, welches über die Zwischenwand auf die beiden links gelegenen künftigen Elastomere (a und b) geworfen scheint. Letztere sind, wie schon die vorhergehende Figur zeigte, nicht von einander getrennt und enthalten ein kleines Kernstückchen, welches unten nur teilweise den Anschein des Ruhestadiums bewahrt hat. Die Attractionssphäre ist unten an diesem Kernteil gut gekennzeichnet, indem sie den ganzen unteren Teil des Blastomers (b) mit ihren Strahlen ausfüllt.
Noch besser tri11 die Sphäre des linken Blastomers unten (b) auf dem nächstfolgenden Schnitte in Fig. 12 hervor. An dieser Sphäre liegt die Kernsubstanz, die aus unregelmässig gestrebten, unter einem gewissen Winkel gebogenen Stäbchen besteht. Diese letzteren sind mit einander derartig verbunden, dass ein durchlöcherter Kern entsteht. Das rechte Elastomer, welches einige Spuren einer Attractionssphäre bewahrt hat, besitzt in diesem Schnitte (Fig. 12) keinen Kern. Der obere Teil des linken Blastomers (a) liefert schon nicht mehr das Bild radialer Strahlungen, und hat eine netzförmig-faserige Structur.
Das ganze in diesen 5 Figuren wiedergegebene Bild zeigt die vollständige Teilung eines Kerns und eines Zellkörpers in 3 Tochterzellen. Es teilt sich hier durch einfache Furchung nicht der ruhende Kern, wie das bei Amitose der Fall ist, sondern die so zu sagen ausgefällte Chromatinsubstanz des Kerns, welche frei im Zellkörper liegt, was für Karyokinese charakteristisch ist. Doch stellt diese Reihe Bilder jedenfalls keine Karyokinese dar, weil sich das Chromatin in seiner ganzen Masse, regellos, und nicht zur Häifte aus jedem Chromosom unter die Tochterzellen verteilt. Mit einem Wort, es findet hier directe Teilung des Kernes statt, wobei das Zerfallen des letzteren in kleine Bläschen und das Hinübertreten der Chroma-tinsubstanz aus demselben in das Zellplasma beobachtet wird. Ich möchte mir erlauben eine solche Teilungsart eine directe multipoläre Teilung zu nennen. In dieser Reihe Zeichnungen tritt wieder der Unterschied in der Structur des Plasma, je nachdem es näher zur Attractionssphäre oder weiter von ihr entfernt liegt, hervor, im ersten Fall nimmt das Plasma unter der Einwirkung der Anziehungskraft derselben eine radial-strahlenförmige Structur an, im zweiten, fern von dieser Einwirkung, eine netzförmig-faserige, gleichsam verfilzte. Auf Grund des soeben Beschriebenen dünkt es mir erlaubt vom Standpunkte der Zellteilung aus von einem im Ruhezustände befindlichem und einem in Thätigkeit begriffenen Plasma während der Teilung der Zelle auf diese oder jene Art zu reden.
In meinen Beobachtungen fortschreitend, will ich mich im Gegensatz zu den früheren bei solchen Erscheinungen aufhalten, in denen hauptsächlich Karyokinese, obgleich mit einigen besonderen Zügen, die sie der Amitose nähern stattfindet.
Fig. 13 ist dem Präparat eines frühen Teilungsstadiums von Eiern entnommen, in welchem, wie schon erwähnt, von Zeit zu Zeit neben der directen Teilung auch karyokinetische Figuren zu treffen sind..